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QBE-Untersuchung: DC-Verkabelung und Steckerverbindungen sind häufigste Brandursache bei Photovoltaik-Anlagen

Der globale Industrieversicherer hat in einer Erhebung für Großbritannien festgestellt, dass die Zahl der Brände fast doppelt so schnell steigt wie die der Neuinstallationen. Als Ursache folgen nach Gleichstromverkabelung und Steckverbindungen Solarmodule, Batteriespeicher und Wechselrichter.
Beunruhigende Zunahme, aber auf niedrigem Niveau: QBE hat Photovoltaik-Brände in Großbritannien untersucht. | Foto: Pixabay

Der Industrieversicherer QBE hat auf Basis von Anfragen bei britischen Feuerwehren einen starken Anstieg von Bränden in Zusammenhang mit Photovoltaik-Anlagen festgestellt. Nach Angaben des Unternehmens stieg die Zahl der Brände zwischen 2022 und 2025 um 133 Prozent. Die Zahl der installierten Anlagen nahm im gleichen Zeitraum um 52 Prozent zu.

Tobias Mehl, Risk Manager bei QBE Deutschland, sieht hierin auch für den deutschen Markt ein wichtiges Signal: „Unsere Erfahrung zeigt, dass die Ursache häufig nicht in den Solarmodulen selbst liegt, sondern in fehlerhaften Kabelverbindungen, Steckverbindern oder anderen elektrischen Komponenten.“

Der QBE-Auswertung zufolge registrierten britische Feuerwehren 2025 insgesamt 212 Brände im Zusammenhang mit Photovoltaik, 133 Prozent mehr als 2022 (91 Brände). 49 der im Jahr 2025 registrierten Fälle hatten demnach ihre Ursache in Problemen mit Gleichstromverkabelung und Steckverbindungen. Bei 36 Fällen gelten die Solarmodule als Verursacher, in 23 Fällen Batteriespeicher und in 19 Fällen die Wechselrichter.

Insgesamt niedrige Fallzahlen

Demnach konnte also bei 127 der insgesamt 212 Brände eine dieser vier Ursachen identifiziert werden. Bedeutsam sei in diesem Zusammenhang auch das zunehmende Alter vieler Anlagen. Angaben zur statistischen Verteilung der Fälle in dieser Hinsicht machte QBE allerdings nicht.

Trotz der beunruhigenden Zunahme sind die Fallzahlen zudem, gemessen am Bestand, relativ niedrig: QBE zufolge waren 2025 rund 1,93 Millionen Photovoltaik-Anlagen im Vereinigten Königreich in Betrieb (aktuell – Stand: Juni 2026 – sind es gut zwei Millionen). Somit entstand bei knapp 0,07 Promille davon ein Brand aufgrund der Photovoltaik-Komponenten.

Von den 2025 registrierten Bränden entfallen 102 (2024: 87) auf Anlagen im Eigenheim-Segment, 48 (33) auf Gewerbe- und 14 (6) auf Industrie-Immobilien sowie 14 (16) auf große Solarparks.

Der Versicherer sieht auch in der steigenden Zahl von Lithium-Ionen-Batteriespeichern im Verbund mit Photovoltaik-Anlagen einen Grund zu „anhaltender Besorgnis“, weil die Brandbekämpfung hier besonders schwierig sei. Die Batterietechnologie ist QBE zufolge mit ihrer steigenden Verbreitung generell ein zunehmend wichtiger Faktor in der Brandstatistik. Im Mai hatte der Versicherer eine Erhebung vorgestellt, der zufolge britische Feuerwehren 2025 insgesamt 1760 Feuer im Zusammenhang mit Lithium-Ionen-Batterien bekämpften, davon 520 von Elektrofahrrädern, 279 von Elektroautos und 182 von E-Scootern.

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Kommentare

oscar jager
3 Stunden

Gerade mal nachgeschaut, nein, Löten ist auch keine gute Idee. Verschiedene Temperaturdehnungsfaktoren wirken auf Dauer auch nicht gut. Bessere Stecker aus besseren Materialien, Fabrikgefertigte Kabel und am bessten immer vom gleichen Hersteller (der Stecker nehme ich an).

oscar jager
4 Stunden

Kabelverbindung und Elektronik als Brandursache verstehe ich. Aber wie zundet das PV Panel selber ein Brand an?
Generell sind die PV Stecker jetzt nicht das gelbe vom Ei. Der Draht wird durch Blechblääern eingeklemmt aber das Blech wird im Laufe der Zeit seine Anpressdruck verlieren. Wegen den hohen Strömen wird schon eine sehr geringe Wiederstand zu viel Hitze führen. Ich denke man sollte über die Stecker noch mal nachdenken. Und zwar nicht über die Verbindung zwischen die beide Steckern, sondern zwischen Draht und Stecker. Vielleicht sollte die immer zusätzlich gelötet sein?

Jochen Schulze Pröbsting
18 Stunden

Ihr sagt uns bestimmt was das Foto mit einer PV Anlage zu tun hat ….

Juergen
19 Stunden

212 Brände bei 1.930.000 Anlagen, das Problem ist also relativ gering. Interessant wäre in diesem Zusammenhang wie alt eine Anlage im Schnitt war, die vom Brand betroffen war, daraus könnte man ableiten ob es eher ein Alterjngsproblem ist, oder ein statisches Phänomen das durch fehlerhafte Installationen schon direkt nach Inbetriebnahme entstanden ist oder durch minderwertige Qualität durch hohen Kostendruck bei den Herstellern eine Ursache haben könnte.