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pv magazine Podcast: Herausforderung der dezentralen Energielösung – über Cyberhygiene und private Direktvermarktung 

Was die Energiesicherheit mit Zähneputzen zu tun hat und wie die Zukunft der Direktvermarktung bei Privatkundenanlagen aussehen kann – diskutieren wir im pv magazine Podcast.
Grafik: pv magazine

Die dezentrale Stromversorgung mit Photovoltaik hat viele Vorteile, steht aber gerade vor einigen Herausforderungen. Im pv magazine Podcast erklären wir, was die Sicherheit der Energieversorgung mit Zähneputzen zu tun hat und wie die Zukunft der Direktvermarktung von Strom aus Privatkundenanlagen aussehen kann – ein gerade politisch heiß umkämpftes Thema. 

Hören Sie den Podcast:

Wie ärgerlich wäre es doch, wenn der nächste große Stromausfall von Photovoltaik-Anlagen verursacht würde. Nicht, weil sie die Netze überlasten oder die Netzfrequenz stören, sondern weil Betreiber von Wechselrichtern oder Kommunikationsgeräten als Passwort „Passwort“ verwenden, auf Zwei-Faktor-Authentifizierung verzichten und noch nie ein Sicherheitspatch installiert haben. Dass diese Gefahr besteht, zeigt ein Beispiel aus Polen, das Marian Willuhn, Senior Editor von pv magazine, im aktuellen Podcast schildert. Die einfachsten Gegenmaßnahmen seien oft nicht teuer oder kompliziert, aber eine tägliche Aufgabe, wie Zähneputzen. „Cyberhygiene“ lautet das Schlagwort für eine Basis-Sicherheit, von der unser Stromsystem aus vielen dezentralen Anlagen mit hunderttausenden Betreibern abhängt und über die wir im Podcast genauer sprechen.  

Eine andere Herausforderung, die pv magazine Redakteurin Cornelia Lichner in dieser Podcast-Ausgabe aufgreift, ist die Direktvermarktung. Mit Chefredakteur Michael Fuhs, spricht sie darüber, wie diese sinnvoll gestaltet werden kann und über bürokratische Hindernisse, die den breiten Einsatz für kleine Anlagen im privaten Segment derzeit noch verteuern oder ganz verhindern. Dazu gehören die komplizieren Prozesse, die nötig sind, um die Abläufe zwischen Betreiber, Direktvermarktungsdienstleister und Netzbetreiber zu klären und aufzusetzen. Es fehlen nicht nur Smart Meter, sondern auch standardisierte, digitale Lösungen sowie zentral verfügbare Daten, erläutert Michael Fuhs. 

Dadurch sei es derzeit noch nicht möglich, die große Zahl an Photovoltaik-Kunden schnell in die Direktvermarktung zu überführen, wie sich das die Bundesregierung laut dem Entwurf des EEG wünscht. Eine Wahlfreiheit, die es erlauben würde zwischen Marktbetrieb oder Nulleinspeisung der jeweiligen Ablage zu wählen, ist daher derzeit nicht gegeben.  

Dabei wäre das tatsächlich wünschenswert, und Österreich und Dänemark zeigen, dass es geht. In Beispielrechnungen zeigen wir, dass je nach Auslegung die Direktvermarktung die Einspeisevergütung im Prinzip in gleicher Höhe ersetzen oder die Einnahmen sogar steigern kann. Neben den Pilotkunden in der Direktvermarktung bieten einige Stromversorger bereits Gesamtpakete für Haushalte mit bidirektionalen Elektrofahrzeugen an, die die Flexibilität des gesamten Haushalts monetarisieren und eine vergleichsweise einfache Lösung bieten. Jedoch können unter den derzeitigen regulatorischen Bedingungen noch nicht alle Potenziale ausgeschöpft werden.   

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