Chint Solar verkauft deutsche Batteriespeicher-Projekte mit 56 Megawatt/180 Megawattstunden
Nach Angaben des auf Erneuerbare-Energien-Projekte fokussierten Unternehmensfinanzberaters Capcora hat ein Portfolio von fünf Batteriespeicherprojekten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg den Besitzer gewechselt. Chint Solar hat demnach für die Projekte mit insgesamt 56 Megawatt Leistung und 180 Megawattstunden Kapazität die Projektgesellschaften sowie die Projektgesellschaften an den Flexibilitätsvermarkter Second Foundation übertragen. Capcora fungierte demnach „als exklusiver Financial Advisor für Chint Solar“.
Chint Solar bleibe bei allen Projekten für EPC (Engineering, Procurement, Construction) verantwortlich und werde nach der schlüsselfertigen Übergabe auch für Betrieb und Wartung (O&M) zuständig sein. Erste Projekte befänden sich bereits im Bau, der Anschluss ans Mittelspannungsnetz sei zwischen dem zweiten Quartal 2026 und dem dritten Quartal 2027 vorgesehen.
Portfolio mit 1 Gigawattstunde
Chint Solar hatte im Mai den bereits im Februar erfolgten Baubeginn und die noch für Mai erwartete Inbetriebnahme seines ersten deutschen Batteriespeichers in Weißenfels (Foto) bekannt gegeben. Die Anlage hat den Angaben zufolge 12 Megawatt Leistung und 40 Megawattstunden Kapazität, ein zweiter, gleichgroßer Bauabschnitt ist für das kommende Jahr geplant. Dieses Projekt markiere „den Beginn der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens vom auf Photovoltaik spezialisierten Projektentwickler und EPC-Dienstleister hin zu einem Entwickler integrierter Energielösungen“, hieß es dazu in einer Mitteilung. Das Unternehmen verfolgt in Deutschland nach eigenen Angaben eine Projektpipeline mit mehr als 40 Batteriegroßspeichern mit insgesamt rund 300 Megawatt/1 Gigawattstunden, die zwischen 2026 und 2030 in Betrieb gehen sollen.
Die jetzt transferierten fünf Batteriespeicher will Second Foundation den Angaben zufolge „entlang verschiedener Erlösquellen – insbesondere in Regelenergie- und Intraday-Märkten – effizient vermarkten“. Bernd Kipping, Vice President Innovation, Finance and Procurement bei Chint Solar, bezeichnete die Art der Transaktion als „Forward-COD“ (Commercial Operation Date) – also eine Übertragung vor der Inbetriebnahme – als einen im deutschen Batteriegroßspeichermarkt bislang noch seltenen Vorgang. Sie stelle „ein besonderes Modell dar. Die Kombination aus der Entwicklungs- und Umsetzungskompetenz von Chint Solar Europe und der Stärke von Second Foundation im Bereich Energiehandel und Asset Management schafft eine sehr komplementäre Partnerschaft. Perspektivisch prüfen wir zudem, unsere BESS-EPC-Kompetenzen auch Dritten zur Verfügung zu stellen.“
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