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Vorläufiges Insolvenzverfahren gegen BSH eröffnet

Das Amtsgericht Schweinfurt bestellte Rechtsanwalt Alexander Zarzitzky zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Photovoltaik-Installationsunternehmens. Er strebt eine Sanierungslösung an und sucht nach einem Investor.
Insolvenz, Symbolbild
Foto: Pixabay

Das Amtsgericht Schweinfurt hat am Montag ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegen die BSH GmbH & Co. KG eröffnet. Es bestellte den Würzburger Rechtsanwalt Alexander Zarzitzky von der Kanzlei Anchor zum vorläufigen Insolvenzverwalter, wie aus der Bekanntmachung des Gerichts hervorgeht. Dort sind allerdings keine Gründe für den Insolvenzantrag genannt. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind mit Eröffnung des Verfahrens über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

Das Installationsunternehmen mit Sitz in Bad Königshofen ist 2004 gegründet worden. Es war zunächst auf Photovoltaik, Solarthermie, Heizungsanlagen und Klempnerei spezialisiert. 2025 erreichte BSH nach eigenen Angaben den Meilenstein von 25.000 installierten Solaranlagen. Aufgrund der schwierigen Auftragslage im Privatkunden-Segment hatte BSH nach einem Bericht der „Main Post“ bereits im Herbst 2025 rund 60 Stellen abgebaut.

Vorläufiger Insolvenzverwalter strebt Sanierungslösung an

Aus einer Mitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalter geht hervor, dass der Antrag aufgrund von Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit erfolgte. Ein im Vorjahr erstelltes und validiertes Restrukturierungskonzept, das unter anderem einen Personalabbau und Fixkostensenkungen vorsah, habe letztlich die erhoffte Wirkung verfehlt. Zusätzlich belasteten Forderungsausfälle von insolventen Tochter-Gesellschaften die Bilanz, wie es weiter hieß.

Im Jahr 2025 war das Unternehmen auf etwa 150 Mitarbeiter angewachsen, bevor aufgrund der veränderten Marktbedingungen verbunden mit einem spürbaren Nachfragerückgang erste Restrukturierungen erfolgten. In Endkundengeschäft fokussierte sich BSH unter anderem maßgeblich auf Produkte von Senec, so der vorläufige Insolvenzverwalter Alexander Zarzitzky. Er verschaffe sich aktuell mit seinem Team vor Ort ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Lage. Dazu würden auch erste Gespräche mit Geschäftspartnern geführt.

In einer Mitarbeiterversammlung seien die rund 80 Beschäftigten bereits über die Situation und das weitere Vorgehen informiert worden, so der vorläufige Insolvenzverwalter weiter. Der Geschäftsbetrieb werde aktuell fortgeführt. „Die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs und die Sicherstellung der Gehaltsfortzahlung haben für uns jetzt oberste Priorität“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Zarzitzky. Dazu gehöre auch, sich einen Überblick über die Auftragslage zu verschaffen und noch ausstehende Projekte abzuschließen.

Ziel des Verfahrens sei, das Unternehmen durch den Einstieg eines Investors neu aufzustellen und langfristig zu sanieren. „Die allgemeine Situation in der Solarbranche ist derzeit bekanntermaßen schwierig, dennoch suchen wir mit Nachdruck nach einer zukunftsfähigen Sanierungslösung“, erklärte Zarzitzky.

*Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Artikel am 16.09.2026 um die Aussagen des vorläufigen Insolvenzverwalters ergänzt.

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