SMA eröffnet 80 Millionen Euro teure Gigawatt Factory in Deutschland
Die SMA Solar Technology AG hat am Donnerstag offiziell und feierlich ihre neue, so genannte Gigawatt Factory am Hauptsitz im hessischen Niestetal eröffnet. Bei voller Auslastung erreicht das Werk eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 60 Gigawatt für Wechselrichter, teilte das Unternehmen mit. Die neue Fabrik sei SMAs Antwort auf den steigenden Bedarf an verlässlicher und resilienter Energieinfrastruktur. Diese sei erforderlich, um mehr Erneuerbare im System zu integrieren, die Stromnetze zu stabilisieren und eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten.
Das Investitionsvolumen für die Fabrik beziffert SMA mit rund 80 Millionen Euro, davon rund 50 Millionen Euro an Leasingaufwendungen und 30 Millionen für die produktionstechnische Infrastruktur und Anlagen. Das Werk nimmt eine Grundstücksfläche von 46.000 Quadratmetern ein. Die Gigawatt Factory zählt SMA zufolge zu den bedeutendsten Produktionsinvestitionen in der Geschichte des Unternehmens. Gleichzeitig sei sie ein zentraler Baustein der langfristigen Wachstumsstrategie im Großanlagen-Segment.
SMA will mit der neuen großskaligen Fertigung sein Produktionskonzept für Energiesysteme in diesem Bereich kontinuierlich weiterentwickeln. Die Großanlagen-Sparte brachte dem Unternehmen zuletzt den meisten Umsatz und die größten Erlöse. Das Werk ist mit Blick auf die Weiterentwicklungen auf eine hohe Skalierbarkeit und ein deutlich gesteigertes Produktionsvolumen ausgelegt. „Unsere Kunden realisieren heute immer größere und komplexere Energieprojekte. Die Gigawatt Factory bietet uns die notwendige Größe, Flexibilität und Fertigungskompetenz, um dieses Wachstum zu unterstützen“, sagte Florian Bechtold, Executive Vice President Large Scale & Project Solutions von SMA, zur Eröffnung.
„Mit der Gigawatt Factory investieren wir in die industriellen Fähigkeiten, die für die Energiesysteme der Zukunft erforderlich sind. Sie stärkt unsere Fähigkeit, kritische Energieinfrastruktur weltweit bereitzustellen und unterstreicht unser klares Bekenntnis zu Technologie, Wertschöpfung und Produktion in Europa“, sagte SMA-CFO Kaveh Rouhi. Die Eröffnung stand dabei unter dem Leitmotiv „Industrielle Wertschöpfung als Fundament einer verlässlichen Energieinfrastruktur“. Zur Veranstaltung waren unter anderem Herbert Diess, Aufsichtsratsvorsitzender der Infineon Technologies AG, Ben Hodges, ehemaliger Generalleutnant der U.S. Army Europe, Walburga Hemetsberger, CEO von Solarpower Europe und Nikolaus Valerius, CEO der RWE Generation SE nach Hessen gekommen.
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