Longi stellt neue Strategie für integrierte Photovoltaik-plus-Speicher-Plattformen vor

Vorstellung von Longi One

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von ESS News

Das chinesische Unternehmen Longi hat „Longi One“ vorgestellt, eine integrierte Photovoltaik-plus-Speicher-Strategie, die nach eigenen Angaben herkömmliche Projektarchitekturen mit mehreren Anbietern durch ein einheitliches Systemdesign ersetzen soll. Die am Mittwoch (1. April) in Peking angekündigte Strategie markiert einen Wandel weg von dem, was das Unternehmen als fragmentierte, „zusammengesetzte“ Systeme bezeichnete, hin zu einer Full-Stack-Integration.

Longi erklärte, der Ansatz kombiniere seine Rückkontakt (BC)-Photovoltaik-Technologie mit seiner „5S“-Speichertechnologie zu einer einzigen Plattform, die das Unternehmen als „Solar Generator“ bezeichnet. Das Unternehmen fasste das Konzept als „Ein System, eine Plattform, eine Verantwortung“ zusammen. Es positioniert sich damit als alleiniger Anbieter für die gesamte Projektabwicklung und den Betrieb.

Diese integrierte Architektur solle Systemverluste reduzieren, die Leistung verbessern und die Bereitstellungszeiten verkürzen. Das Unternehmen fügte hinzu, dass seine KI-basierte Steuerungsplattform Erzeugung, Speicherung und Verbrauch koordinieren könne, während das „One Responsibility“-Modell darauf ausgelegt sei, die Verantwortlichkeiten über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg zu straffen.

Die Strategie umfasst Produkte für die Segmente Großanlagen sowie Gewerbe und Industrie (C&I). Für Großprojekte stellte Longi „OneBank 2.0“ vor, ein integriertes AC/DC-Speichersystem. Das Unternehmen erklärte, dass seine firmeneigene iCCS-Technologie eine Fehlererkennung und -isolierung im Millisekundenbereich ermöglicht, wodurch die Ausfallraten auf Systemebene um 60 Prozent und die Vorbereitungszeit vor der Inbetriebnahme um mehr als 30 Prozent reduziert werden.

Zudem bringt das Unternehmen „OneMatrix 2.0“ auf den Markt, eine modulare Lösung auf Anlagenebene für Speicherlaufzeiten von zwei, vier und acht Stunden. Longi erklärte, das System könne die Realisierungszeit um 20 bis 30 Prozent verkürzen und die Lebenszykluskosten senken.

Für den C&I-Bereich stellte Longi „Hi-MO One“ vor, kombiniert mit der „EnergyOne“-Plattform. Das Unternehmen gab an, dass die Lösung einen Modulwirkungsgrad von 24,8 Prozent und einen Systemwirkungsgrad von bis zu 90,3 Prozent bietet, mit Reaktionszeiten unter 20 Millisekunden und KI-basiertem Energiemanagement.

Neben der Produkteinführung kündigte Longi eine globale Serviceinitiative namens „2830 Plan“ an, die darauf abzielt, bis 2028 insgesamt 30 lokalisierte Servicezentren in wichtigen Auslandsmärkten zu etablieren. Das Unternehmen erklärte, der Plan baue auf einer Liefererfahrung von 13 Gigawattstunden in mehr als 120 Ländern auf und werde Lebenszyklus-Support bieten.

Die Markteinführung markiert zudem Longis erste umfassende Speicherstrategie seit der Übernahme des in Suzhou ansässigen Energiespeicherunternehmens Potis Edge und signalisiert einen umfassenderen Schritt weg von der Photovoltaik-Fertigung hin zu integrierten Energiesystemen.

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