Fachleute aus der internationalen Clean-Tech-Branche kamen am Dienstag beim SET-Festival in Berlin zusammen. Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Batteriespeicher, Mobilität, Industrieanwendungen, Softwarelösungen und Agrartechnologie diskutierten aktuelle Entwicklungen und stellten neue Geschäftsmodelle vor. Neben Fachpanels mit Expertinnen und Experten aus Finanzierung und Technik prägten vor allem mehrere Pitch-Runden junger Unternehmen das Programm. Die Veranstaltung wurde von der deutschen Energieagentur (dena) ausgetragen.
Die Bandbreite der vorgestellten Ideen reichte von CO₂-bindenden Düngemitteln auf Basis von vulkanischem Basalt über nachhaltige Kochbrennstoffe bis hin zu Kreislaufkonzepten für seltene Erden. Im Bereich „Clean Energy and Storage“ setzte sich das schwedische Unternehmen Flower durch und gewann den Award.
Flower betreibt eine Plattform zur Optimierung von Flexibilitäten im Energiesystem. Mithilfe von Algorithmen steuert das Unternehmen Batteriespeicher, Wind- und Solarparks sowie weitere flexible Verbraucher und Erzeuger und vermarktet diese in Echtzeit an Regelenergie- und Spotmärkten. Das Geschäftsmodell umfasst die gesamte Wertschöpfung von der technischen Anbindung über die Präqualifikation bis hin zu Handel und Stromabnahmeverträgen. Mit sogenannten „Green Baseload“-Produkten adressiert Flower insbesondere energieintensive Industrien, die planbare, erneuerbare Stromlieferungen benötigen.
Parallel zur Auszeichnung treibt Flower seine Expansion in Deutschland voran. Das Unternehmen hat zu Beginn des Monats ein Großspeicherprojekt im sächsischen Döllnitz übernommen. Flower wird dabei Finanzierung, Bau, Betrieb und Vermarktung verantworten. Das Projekt verfügt bereits über Netzanschluss und Genehmigungen. Der Baustart ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2028.
„Dies ist die größte Akquisition in unserer Unternehmensgeschichte und ein wichtiger Meilenstein für unsere Expansion in Europa“, sagte Jason Morris, Head of Acquisitions & Partnerships bei Flower. „Mit diesem Projekt treten wir offiziell in den deutschen Markt ein.“
In den vergangenen Monaten hat Flower zudem den Status als Bilanzkreisverantwortlicher in Deutschland erhalten und eine erste Anleihe über rund 66 Millionen Euro platziert. Gleichzeitig beginnt das Unternehmen, seine Handelsalgorithmen auch hierzulande einzusetzen.
Für Gründer und CEO John Diklev ist Deutschland ein zentraler Wachstumsmarkt: „Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet voran, während konventionelle Kapazitäten vom Netz gehen. Speicher sind entscheidend für die Stabilität des Systems.“
Das Projekt in Döllnitz wurde vom Entwickler CCE initiiert, der künftig als strategischer Partner mit Flower zusammenarbeiten will. Parallel entwickelt Flower weitere Großprojekte in den Niederlanden, Frankreich und Belgien. Die Pipeline umfasst inzwischen mehrere Gigawattstunden an flexiblen Energiespeichern.
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