Entelios und RIZM bieten automatisierte Flexibilitätsvermarktung für Unternehmen

Die gemeinsame Lösung soll es energieintensiven Betrieben ermöglichen, an den Energiemärkten Erlöse zu erzielen und gleichzeitig den laufenden Betrieb abzusichern.
Gewerbespeicher von Huawei öffenes ehäuse Messestand
Batteriespeicher (im Bild von Huawei) sind längst nicht die einzige Flexibilität, mit deren Vermarktung Gewerbe- und Industrieunternehmen Erlöse erzielen können. | Foto: Huawei

RIZM, ein Anbieter digitaler Energielösungen für die Industrie, kooperiert mit dem Flexibilitätsoptimierer Entelios. Die beiden Partner bieten nach eigenen Angaben die Verknüpfung von digitalen Zwillingen in der Produktion mit einer Cross-Market-Optimierung. Damit „können Industrieunternehmen ihre Energieanlagen erstmals vollautomatisiert am Strommarkt monetarisieren – ohne dabei den laufenden Betrieb zu gefährden“.

Viele deutsche Industrieunternehmen, so die beiden Anbieter, haben durch energieintensive Anlagen wie etwa Elektrodenkessel, Batteriespeicher oder steuerbare Prozessanlagen ein großes Flexibilitätspotenzial. Dieses bleibe aufgrund von Bedenken hinsichtlich Störungen im Kernprozess auf der einen und der Komplexität der verschiedenen Strommärkte (Day-Ahead, Intraday und Regelenergie) auf der anderen Seite aber oft ungenutzt. RIZM und Entelios wollen deshalb „eine Echtzeit-Brücke zwischen Werkshalle und Strombörse“ schlagen, indem ein vollständig digitaler End-to-End-Prozess die beiden Bereiche aufeinander abstimmt.

RIZM bringt hierbei die Erstellung eines digitalen Zwillings ein: Mithilfe von KI identifiziert und quantifiziert die Plattform Flexibilität direkt vor Ort im Betrieb und erstellt automatisierte „Flexibility Bands“. Diese bilden den Angaben zufolge die „reale Betriebsfreiheit“ ab – also das Vermögen, Flexibilitäten für die Vermarktung unter Beachtung operativer Beschränkungen wie beispielsweise Prozesswärme-Garantien oder Lieferfristen bereitzustellen.

Entelios übernimmt dann die bereitgestellten Live-Daten für die vom Unternehmen entwickelte Cross-Market-Optimierung. Preissignale werden in Echtzeit analysiert und auf dieser Basis wird automatisiert darüber entschieden, ob eine Vermarktung auf dem Day-Ahead-, Intraday- oder Regelenergiemarkt erfolgt.

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Betriebe sollen damit ihre Energiekosten signifikant senken, weil ihre Flexibilitäten genau dann bereitgestellt werden, „wenn es netz- und marktseitig den höchsten Wert hat“. Weil die Steuerung auf Grundlage der realen Gegebenheiten im Betrieb erfolge, bleibe die Produktion jederzeit geschützt.

„Durch die Synergie zwischen unserem Digitalen Zwilling und der Vermarktungs-Expertise von Entelios nehmen wir den Unternehmen die Angst vor der Marktteilnahme“, erklärt Joshua Küpper, operativer Geschäftsführer (CBO) und Co-Gründer von RIZM: „Wir schaffen die technologische Basis, damit die Industrie nicht nur Kosten spart, sondern zum aktiven und profitablen Partner der Energiewende wird.“

„Industrielle Flexibilitätsvermarktung funktioniert nur dann, wenn Produktionsprozesse und nachgelagerte Abläufe konsequent mitgedacht werden“, sagt Kevin Eckl, Chief Commercial & Product Officer bei Entelios: „Genau deshalb schaffen wir mit RIZM erstmals eine echte End-to-End-Lösung.“

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