Der Batteriehersteller Marstek hat mit dem „Venus B“ ein Steckerspeichergerät vorgestellt, das sich über eine normale Schuko-Steckdose anschließen lässt. Das System ist für die Nutzung zusammen mit kleinen Photovoltaikanlagen sowie für die Energiekostenoptimierung mit dynamischen Stromtarifen gedacht.
Der Speicher verfügt über eine nutzbare Kapazität von zwei Kilowattstunden und ist mit einem integrierten Wechselrichter ausgestattet. Die maximale Ladeleistung aus dem Netz beträgt 1,5 Kilowatt. Auf der Ausgangsseite kann das Gerät laut Hersteller wahlweise mit 800 Watt oder bis zu 1,5 Kilowatt Leistung abgeben.
Das Gerät wird in eine Steckdose gesteckt und kann so überschüssigen Solarstrom aus einem Steckersolargerät im gleichen Stromkreis aufnehmen. Alternativ lässt sich der Akku auch mit günstigem Strom aus dynamischen Tarifen laden und zu Zeiten höherer Preise wieder entladen. Marstek zufolge ist der Speicher ohne Änderungen an der vorhandenen Steckersolaranlage zu installieren und ist mit verschiedenen Photovoltaiksystemen kompatibel.
Der „Venus B“ verwendet Lithium-Eisenphosphat-Zellen, die eine Lebensdauer 6.000 Ladezyklen und eine angegebene Restkapazität von 80 Prozent haben sollen. Die Batterie arbeitet mit einer Entladetiefe von 90 Prozent.
Das Gerät ist vergleichsweise kompakt ausgeführt. Es misst rund 395 x 455 x 86 Millimeter und wiegt etwa 20 Kilogramm. Der Hersteller bezeichnet es als besonders dünnen Steckerspeicher, der sich auch in Wohnräumen an der Wand montieren lässt. Neben der Netzfunktion bietet der Speicher auch eine Backup-Steckdose für Inselbetrieb. Im Notstrommodus liefert das Gerät bis zu 1,5 Kilowatt Leistung, kurzzeitig bis zu 1,8 Kilowatt. Die Effizienz beträgt 88 Prozent.
Gesteuert wird das System über eine Smartphone-App. Nutzer können dort Lade- und Entladezeiten festlegen oder einen automatischen Modus nutzen, der laut Hersteller Strompreise und Lastprofile berücksichtigt.
Der Speicher ist nach IP65 gegen Staub und Wasser geschützt und für Umgebungstemperaturen von minus 20 bis plus 60 Grad Celsius ausgelegt. Die Kommunikation zu App und Solarwechselrichter erfolgt über WLAN oder Bluetooth.
Mehrere Geräte können kombiniert werden. Mit einer zusätzlichen Steuerbox sollen sich laut Hersteller bis zu drei Einheiten koppeln lassen, wodurch sich die Leistung auf bis zu 4,5 Kilowatt und die Speicherkapazität auf rund sechs Kilowattstunden erhöhen lässt.
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wie immer – Gretchenfrage ist die Anbindung/Kommunikation. WLAN oder Bluetooth ist beides nicht optimal. Für Besitzer von Smartmetern (ein paar gibt’s ja doch schon), wäre eine HAN Anbindung via LAN Kabel interessant. Und dann Frage nach Latenz / Steuerfrequenz. Wenn das Gerät nur alle 30 Sekunden checkt, und dann noch 10 Sekunden für das Umschalten braucht, ist das vermutlich nicht so interessant, bzw. nur wenn man „stetige Lasten“ hat. Aber Herd und Bügeleisen „takten“ ja üblicherweise massiv, wo kaum eine Speicherregelung hinterher kommt.
Ich gehe davon aus dass es nicht schlechter sein wird als beim ersten Venus C der für das Regeln und Kommunikation mit dem Shelly pro 3EM fast 5s benötigt.
Also weitaus weniger als die vermuteten 30+10 Sekunden.
Glücklicherweise gibt es in der DACH Region zwei Länder, die nicht so rückständig wie der nördliche Nachbar sind und schon längst Smartmeter als Standard etabliert haben. Interessant wäre das Gerät als USV, was ja nicht mit einer „Insellösung“ zu verwechseln ist. Natürlich wäre auch der Gesamtkostenfaktor (€/kWh) interessant.
Welches sog. SmartMeter gibt denn Signale für eine vergleichbare EMS Steuerung (sec Rythmus) frei ?
Und darf verwendet werden ?
E. Wolf fragte:
„Welches sog. SmartMeter gibt denn Signale für eine vergleichbare EMS Steuerung (sec Rythmus) frei ?
Und darf verwendet werden ?“
In Großbritannien jedes einzelne der ca. 40Mio verbauten Smartmeter, wenn z.B. mit einem Hildebrand IHD oder CAD kombiniert. Der Zugriff erfolgt über MQTT.
Das sieht dann z.B. so aus:
„power“: {
„value“: 0.368,
„units“: „kW“
}
Der Speicher sollte doch in einem anderen Stromkreis wie der Balkonwechselrichter eingesteckt werden.
Ansonsten würden 2 x 800 W in den Stromkreis mit anderen Verbrauchern eingespeist.
Also die 800 W Begrenzung ausgehebeln – der Leitungsschutzschalter im Fehlerfall nicht mehr gesichert auslösen.
den Marstek musst du mit einem Zähler steuern/regeln, sonst hat er gar keinen Sinn, weil er ja nicht weiß wann PV Strom eingespeist wird und wann nicht. Wenn jetzt 800W vom Wechselrichter kommen speist der Speicher 0W aus.