Am Donnerstag sickerte der Referentenentwurf zur angekündigten EEG-Novelle 2027 durch. Es ist eine 442-seitige Synopse, die sich noch in der hausinternen Abstimmung befindet, jedoch bereits einen großen Aufschrei in der Photovoltaik-Branche hervorrief. Viele befürchten einen kompletten Markteinbruch bei Dachanlagen, wenn die Vorschläge aus dem Bundeswirtschaftsministerium so umgesetzt werden, wie sie derzeit im Entwurf stehen.
In der Einleitung des Entwurfs steht unter der Überschrift „Problem und Ziel“ der EEG-Novelle 2027: „Der Ausbau erneuerbarer Energien muss das Gesamtsystem im Blick haben und hierfür mit dem Ausbau der Netze synchronisiert werden. Insbesondere der Ausbau der Solarenergie soll in Verbindung mit Speichern zukünftig systemdienlich ausgestaltet werden und zur Kosteneffizienz beitragen.“ Diese Zielsetzungen dürften niemanden überraschen, denn Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sie seit Amtsantritt immer wieder öffentlich kundgetan. Ebenso, dass sie die EEG-Förderung für kleine Dachanlagen komplett einstellen will. Und genau dies findet sich nun im geleakten Referentenentwurf.
Doch zunächst die guten Nachrichten vorweg: Immerhin will das Ministerium am Ziel von 80 Prozent Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 festhalten. Dazu will es auch an den festgelegten Ausbaupfaden festhalten und die Ausschreibungsvolumina bei jährlich 14 Gigawatt für Photovoltaik-Freiflächenanlagen bis 2032 verstetigen. Das Ministerium schreibt deutlich, dass es den Fokus künftig auf den Ausbau der kostengünstigen Photovoltaik-Freiflächenanlagen legen will – im Sinne einer kosteneffizienten Energiewende.
Was bedeutet das nun für die Photovoltaik-Dachanlagen? „Die Förderung für Anlagen bis 25 Kilowatt installierter Leistung wird eingestellt. Denn diese Anlagen – insbesondere kleine Solaranlagen – sind inzwischen aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich, sofern sie hohe Eigenverbrauchsanteile realisieren können“, heißt es im Referentenentwurf. Für den weiteren Zubau in diesem Segment sieht das Ministerium demnach Photovoltaik-Anlagen mit hohem Eigenverbrauch als geboten an. Dazu will es die Hürden für Nulleinspeiseanlagen abbauen und sieht dies als zusätzlichen Anreiz, um in Photovoltaik-Heimspeicher zu investieren. Sofern diese Anlagen dennoch weiter Überschüsse ins Netz einspeisen wollen, müssen sie dazu in die Direktvermarktung gehen.
Volleinspeiser-Bonus soll abgeschafft werden
Bei den Photovoltaik-Dachanlagen ab 25 Kilowatt, die nicht in die Ausschreibungen müssen, will das Ministerium den Volleinspeiser-Bonus abschaffen und die Direktvermarktung verpflichtend machen. Künftig soll „ein einheitlicher, größenunabhängiger Fördersatz“ für diese Anlagen gelten. Im Gesetzentwurf ist der einheitliche anzulegende Wert bei 6,2 Cent pro Kilowattstunde festgesetzt. Die Degression des anzulegenden Werts um ein Prozent alle sechs Monate soll dabei beibehalten werden. Damit diese, anders als bisher, auch für kleinere Photovoltaik-Anlagen praktikabel wird, „stärkt dieses Gesetz den Hochlauf und die Massengeschäftstauglichkeit von Direktvermarktungsangeboten“, heißt es weiter. Das Ministerium wolle zudem mit „einem Branchenprozess die untergesetzliche Stärkung und Weiterentwicklung der Direktvermarktung“ vorantreiben. Im Gegenzug entfalle die bisherige Ausfallvergütung, die es bislang gab, um temporär die Direktvermarktungspflichten zu vermeiden.
Dass die Direktvermarktung künftig das zentrale Element zur Finanzierung von Photovoltaik-Dachanlagen sein wird, macht das Ministerium im Entwurf sehr deutlich. So werde es für eine gewisse Zeit die Möglichkeit geben, dass kleine Photovoltaik-Anlagen „eine befristete Marktwertdurchleitung in Anspruch nehmen können“. Diese Regelung, die als „förderfreie Veräußerungsform der Netzbetreiberabnahme“ im Gesetzentwurf auftaucht, kann demnach für Anlagen mit weniger als 25 Kilowatt, die ab dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen, in Anspruch genommen werden. Ab Januar 2028 reduziert sich die Leistungsgrenze auf 10 Kilowatt. Ab 2029 ist dem Entwurf zufolge für dann in Betrieb gehende Anlagen keine Netzbetreiberabnahme mehr vorgesehen.
Dieser Zeitpuffer sei gedacht, damit sich entsprechende Direktvermarktungsangebote entwickeln können. „Es wird jedoch keinen Vertrauensschutz für neue Anlagen geben, dauerhaft ohne Direktvermarktung betrieben werden zu können, wenn Strom in das Netz eingespeist wird“, schreibt das Ministerium im Entwurf.
Auch die bereits bestehende Nicht-Vergütung bei negativen Börsenstrompreisen soll weiter vorangetrieben werden. Dazu soll die Erneuerbaren-Energien-Verordnung (EEV) angepasst werden. „Danach sollen fernsteuerbare Anlagen künftig grundsätzlich immer bei negativen Preissignalen abgeregelt werden“, heißt es im Entwurf. Die Aussetzungen der Zahlungen soll dabei künftig für nahezu alle Anlagen gelten. Ausnahmen sind nur für Anlagen in der Netzbetreiberabnahme oder mit Mieterstromzuschlag vorgesehen, solange diese nicht mit einem Smart Meter ausgestattet sind.
Mit den beschriebenen Regelungen sollen Investitionen in Batteriespeicher gefördert werden. Nach Ansicht des Ministerium sollten Speicher gerade für Photovoltaik-Anlagen der Regelfall sein. Daher sei auch vorgesehen, dass mit dem EEG 2027 eine dauerhafte Kappung der Einspeisespitzen auf 50 Prozent bei kleineren Photovoltaik-Anlagen erfolgen soll. Dabei scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen, ob dies für alle Dachanlagen bis 25 oder 100 Kilowatt gelten soll.
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6,2 Ct/kWh bei Dachanalgen mit Volleinspeisung ist kaum noch darstellbar, zumal die Änderung noch weitere Belastungen vorsieht.
Immer der gleiche dämliche Denkfehler, der aber vermutlich absichtlich so dargestellt wird: Freiflächen-PV würde günstiger Strom erzeugen als Dach-PV. Vor allem Lobbyisten wie Lion Hirth vertreten diese falsche These.
Dach PV finanziert sich über Eigenverbrauch, d.h. Teile der Errichtungskosten (Gerüst, AC-Seite. WR, Speicher sind komplett damit abgedeckt). Die Kosten für weitere Module/Speicher für Überschußeinspeisung (macht das Dach voll!) liegen unter denen von Freiflächenanlagen.
Freifläche muss hohe Kosten decken: Die Renditerwartung der Investoren, hohe Pachtkosten (bis 5000 € je Hektar), Kosten für Einzäunung, Pflege/Mahd des Aufwuches, Heizung der Batterien im Winter.
Hinzu kommen kosten für den Netzanschluß/Trafos, Leitungsverluste, der aber teils über Netzentgelte von allen Stromkunden getragen wird, während jedes Dach i.d.R. einen Stromanschluß hat und dort einspeist, wo der Strom lokal verbraucht wird.
Dem kann ich nur beipflichten! Für Herrn Hirth als Prof. würde ich nach dem Interview in der Tagesschau eine lobbyistisch geprägte Gesinnung unterstellen. Gerade das Zusammenwirken von PV ,E- Fahrzeug, Speicher und Wärmepumpen ergeben Sinn. Gerade auf dem Land…Und ja, Subventionen abbauen und den Markt liberalisieren. Aber eine Scheinliberalisierung des Marktes mit Bildung bzw. Stärkung der bestehenden Energielobby ist das Ziel. Intelligente dezentrale PV-Lösungen mit smarter Anbindung ans Netz, sind den Lobbyverbänden ein Dorn im Auge! Herr Hirth: “ Setzen sechs!“
Herr Fendt ignoriert in seinem Kommentar, dass eine Freiflächenanlage ein anderes Einspeiseprofil hat als eine Eigenverbrauchsanlage. Konkret: Die Eigenverbrauchsanlage (ebenfalls mit Speicher) wird im Winter überhaupt nichts einspeisen, die Freiflächenanlage schon. Damit ist der eingespeiste Strom aus der Freiflächenanlage im Durchschnitt mehr wert als der aus der Dachanlage.
Für den Erfolg der Energiewende sind Dachanlagen kaum noch relevant, Freiflächenanlagen aber schon. Für die letzteren lohnt sich der Einsatz, für die ersteren nur, wenn sie sich selbst finanzieren.
Der Förderstopp ist doch ok, sage ich als Eigenheim Besitzer. Keep it simple! Eigenverbrauchsvorteil reicht doch heutzutage. ABER: Jetzt müssen auch die Netzbetreiber ihren Teil beitragen. Netzausbau jetzt! Klare Ziele, bei Nicht-Erreichen Strafe. Zur Unterstützung seitens der Politik werden die Einspruchsrechte beim Trassenbau quasi auf Null reduziert. Und dann auf geht’s! Wurde schon genug Zeit vetrödelt.
Wenn das nicht passiert, sieht das Ganze wieder sehr nach Lobbyisten-Politik aus, und sorgt daher wieder mal für Spaltung.
200 oder 400 GW PV bei 70 GW Last fängt kein Netzausbau auf.
Speicher an der PV und in der Nacht einspeisen. Dann braucht es auch keinen überdimensionierten Netzausbau.
darwin-c schrieb:
„200 oder 400 GW PV bei 70 GW Last fängt kein Netzausbau auf.“
Als Erstes sollten wir mal deine Einheiten korrigieren. Richtiger waere:
„200 oder 400 GWp PV bei 70 GW Last fängt kein Netzausbau auf.“
Die installierte Leistung wird (k/M/G)Wp angegeben. Dann fällt dir auch gleich auf, dass du da den ersten Denkfehler hast. Die GWp resultieren in erheblich weniger GW als du denkst. Dann fällt dir auch auf, warum wir zwar ~110GWp haben, aber nur einen Bruchteil der benötigten 70GW damit decken können. Hier ist der Gleichzeitigkeitsfaktor ein interessantes Detail.
Der zweite (und dritte) Denkfehler sind die 70 GW Last. Die 70GW sind eben nicht 70GW sondern etwa 90-100GVA. Erzeugt werden müssen aber diese 90-100GVA und nicht nur die 70GW. Ein guter Teil meiner Solarausbeute geht dafür drauf, das Netz zu stabilisieren und die benötigte Scheinleistung bereitzustellen. Das kann ich sehen, da ich die DC-Leistung auch messe. Im Normalfall gehen 5-10W meiner Solarleistung als Scheinleistung ab. An manchen Tagen, besonders im Winter, deutlich mehr, in Abhängigkeit vom PF (power factor).
Außerdem haben wir im Moment „nur“ 70GW weil wir die Umstellung auf Elektroautos, wie sie im Rest der Welt stattfindet, soweit verpennt haben. Deutschland ist ein Freilandmuseum für Verbrennerfahrzeuge. Fahr mal woanders hin, dann fällt dir das spätestens beim Grenzübertritt stark auf. Diese Leistung muss zukünftig auch bereitgestellt werden, nebst der Zunahme durch Wärmepumpen.
Die Tage von „Erdgas überall und für alles“ sind gezählt. Die Kosten für den Rückbau trägst du jetzt schon über den Strompreis. Der Netzausbau ist nicht für Solar relevant, das kann überwiegend lokal verbraucht werden. Stattdessen ist er für die gesamte Energiewende relevant, den Verbrauch und die lokalen Unterschiede. Wir verbrauchen eben schon heute den Strom zu erheblichen Teilen nicht dort, wo er erzeugt wird und erzeugen den Strom nicht dort, wo er verbraucht wird.
Die ursprüngliche Kappung der Einspeisespitzen lag bei 70% bis Habeck diese abgeschafft hat.
Die Regelung war als Alternative gedacht wenn keine Abregelung durch den Netzbetreiber erfolgen soll/kann – Rundsteuerempfänger und Schützschaltung hätte mehr gekostet als die Abregelung – wären also unwirtschaftlich gewesen.
Die Umsetzung hart – über die Wechselrichterbegrenzung oder weich – durch Eigenbedarf sollte eigentlich bekannt sein.
Wenn ein Förderstop einem verbot gleich kommt, gehts der Branche echt nicht gut.
Alleine der Fakt dass wir morgen 5 Negativ Stunden im Februar haben wo alle PV Anlagen die ab 2025 Februar errichtet wurden kein Geld verdienen, zeigt in welcher schieflage wir sind. Wir brauchen unbedingt mehr Mittags Last. Sei es durch günstige schnellader (dynamisch), Speicher etc. Sonst bleibt nur die Abschaltung.
Ja das ist schon übel, es sollten alle mal ihre pv Anlage abschalten für ein paar Tage wenn der Strompreis nicht negativ ist und gebraucht wird oder immer mal spontan.
Heizstab in deinen Warmwasserspeicher. So bekommst du sehr schnell und preiswert deine Mittagslast.
Also schlicht dafür sorgen das die Spitzen _nicht_ im Netz entsorgt werden.
Das Problem sind die fossilen Dampferzeuger !!
Die können nicht abregeln/abschalten – daraus resultieren die neg. Preise / Stunden !!
Mit der Umkehrung und die „Schuld“ der (dezentralen) PV zu geben, wird der Bock zum Gärtner gemacht.
Die fossilen Erzeuger müßen Flexibilität lernen und nicht die Schuld auf andere schieben !!!
Klar: Das Gesamtpaket aus EEG-Novelle, Netzpaket, Gas-KW-Ausschreibungen, GMG… ist bremsend und verschiebt die Energiewende zu Akteuren mit dicker Tasche.
Aber dieser EEG-Entwurf hat geradezu charmante Züge. 80% EE bis 2030, klar. Speicher/BESS sind im BWM mittlerweile bekannt und sollen zum Regelfall werden, wow! 14 GW/a FF-Ausschreibungen +1,5 GW sonstige, sind 15,5 GW/a!
Mit 0,5-1 GW Steckersolar also noch 500 MW pro Monat Dachsolar. Für PV+X (X = Speicher, WP, EV..) sollte es ohne Förderung gehen.
Richtig gekniffen sind leider „kleine Leute“, die erstmal nur gerne PV auf dem Dach hätten. Da muss noch ausgehandelt werden, dass es bis 7~10 kW die „förderfreie Förderung“ per Marktwertdurchleitung mit Netzbetreiberabnahme bis auf Weiteres gibt. (Da wollte wohl jemand das Wort „Einspeisevergütung“ loswerden!)
Den Wert auf 6,7~7ct anheben, die 50% müssen 60% bleiben.
Für die Direktvermarktung wiederum braucht es auch Anbieter, die das für 30€ Grundpreis machen. Oder meinetwegen 50€ mit HMES und Gateway für den Digitalzähler.
im Kinderhort für Reiche:
„du darfst aber das Wort Güter, Markt, Zielerreichung und Stromnetzbetreiber nicht mehr in einem Satz sagen, wenn Wir nicht daran verdienen, ättsch, du b.löde Kleinstanlage“
das kommt in der Bevölkerung ‚gar nicht gut an'(?)
In Sachen erneuerbare Energien, hat man mit Frau Reiche, sprichwörtlich “ den Bock zum Gärtner“ gemacht!
Ich bin jetzt 73, und icv kann mich nicht erinnern, das die CDU etwas fprs Llima oder für erneuerbare Energien getan hat.
Ganz im Gegenteil; wenn ich an Herrn Altmeyer und andere CDu – Politiker denke.
Nur nur dir Solar – nein auch die Windenergie, hat man als Wirtschaftsbereich ausgebremst.
Entweder sind die Unternehmen insolvent , oder ins Ausland gegangen.
RWE- Solar, ist azch ein unrühmliches Beispiel:
Jahrelang hat man entwickelt und Fördergelder kassiert- um dann am Ende ins Ausland abzuwandern.
Gestern im TV, meinte der Berater des Wirtschaftsministerium doch, die Gemeinschaft der Verbraucher würde die kleineren Solaranlage mit derFörderung bezahlen!
Für die kWh bekommt der Privaterzeuger bei Teileinspeisung keine 8 Cent pro kWh.
Diese kWh wird aber auf der anderen Seite
( Netzbetreiber ) für den regulären kWh – Preis verkauft !!!!
Wer streicht denn da den Gewinn ein?
Und warum möchte man dann den privaten Erzeuger noch mit zusätzlichen Netzentgelten belasten ????
Viele private Solaranlagenbesitzer haben sich bei Kauf und Installation auf die Förderung verlassen.
Da kann man wirklich nur hoffen, das es einen Bestandsschutz gibt.
Ich bin spät dran mit meiner Solaranlage, die ich ja erst einmal vorfinanzieren muß!
Frau Reiche möchte uns für unser Engagement bestrafen. Vielleicht hat sie ha die gleichen Ansichten wie Herr Trump – und wir saugen uns den Klimawandel nur aus den Fingern!
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Leuschner
Typisch CDU, jeden Fortschritt möglichst lange ausbremsen. Immer auf Kosten der Steuerzahler, Hauptsache die Geldgeber der entsprechenden Lobbys werden reicher.
Noch nie hat die CDU Politik für das Land oder die Bürger gemacht. Nicht mal für diejenigen die noch so in ihren Luftschlössern leben, dass sie weiterhin diese Partei wählen. Völlig verrückt, dass Menschen eine Partei wählen die so offensichtlich an der Realität vorbei rennt. Aber vermutlich geht es dem Durchschnitts CDU Wähler mehr um Gefühle als um Fakten, traurig.
Wie ein überfülltes Parkhaus –es ist voll. Die Einspeisegarantie sagt trotzdem: „Fahr rein,wir zahlen dir sogar dafür“
Warum subventionieren, wenn Markt „Stopp“ sagt?
niranbunmi.mt schreibt.
Warum subventionieren, wenn Markt „Stopp“ sagt?
@ niranbunmi.mt
Weil wir eine mit Mehrheit beschlossene Energiewende haben die vom gegenwärtigen Markt abweicht, nämlich hin zu den Erneuerbaren. Nur weil Sie die nicht mögen, argumentieren Sie gegen einen Mehrheitsbeschluss.
Zudem noch mit viel Unkenntnis, oder aber auch als Auftragschreiber.
Die Argumente von Frau Reiche hinsichtlich „Kosteneffizienz des Systems“ und „Synchronisation des Ausbaus von PV und Stromnetzen“ sind falsch.
1. Der Strom kleiner Anlagen belastet nicht das Netz. Überschüsse fließen auf direktem Weg, durch Nutzung des ausreichend dimensionierten Verteilnetz, zum Nachbarn. Der Strom wird dort produziert, wo er verbraucht wird. Je weniger kleine Anlagen, desto mehr Strom muss übertragen und Netze müssen ausgebaut werden.
2. Im privaten Bereich orientiert sich die Größe des Speichers meist an der Größe der PV-Anlage. Kleinere PV-Anlagen, möglichst ohne Netzeinspeisung, führen tendeziell dazu, dass weniger Speicherkapazität aufgebaut wird als möglich wäre.
Welche Ziele verfolgt Frau Reiche wirklich?
Und ab 2029 kommt en-passant das Einspeiseverbot für dezentrale Solaranlagen – endlich geschafft, Fr. Reiche!
Das Grundübel der Energiewende wird geschleift: Die Unabhängigkeit von Prosumern !
Es gibt zukünftig eine Stromverbrauchspflicht ! Keine eigenen Erdbeeren mehr im Garten.
Geht ja gar nicht, das keiner() den schönen, sauberen fossilen Strom mehr kauft