Der „Redispatch-Vorbehalt“ zählt zu den umstrittensten Elementen im geleakten Entwurf des Netzpakets aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Branchenverbände, Projektentwickler und selbst große Energieunternehmen wie RWE warnen vor erheblichen Risiken für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Die zentrale Sorge: Das Instrument könnte Investitionen ausbremsen und die Finanzierbarkeit neuer Projekte erschweren.
Daher erschien es uns durchaus lohnend, einen Blick auf die bemerkenswerte Entstehungsgeschichte des „Redispatch-Vorbehalts“ zu werfen.
Erstmals tauchte die Idee im Jahr 2021 im Netzbetreiberumfeld auf – konkret als Vorschlag der Edis, einer Tochter des Eon-Konzerns. Im Juni 2023 folgte ein ausführliches Positionspapier von Edis gemeinsam mit E-Bridge Consulting im „ew – Magazin für die Energiewirtschaft“. Darin wurde argumentiert, notwendig sei ein Anreiz zur zeitlichen und räumlichen Synchronisierung von Erneuerbaren-Zubau und vorhandenen Netzkapazitäten. Ein Satz der beklagenswerterweise seit jeher nicht meint, den Netzausbau zu beschleunigen.
Seit Juli 2024 findet sich der Vorschlag im Lobbyregister schließlich als offizielle Forderung von Eon wieder. Wenig später am 13. November 2024 sprach sich die damalige Vorstandsvorsitzende der Westenergie, Katherina Reiche, auf LinkedIn öffentlich für die Einführung eines „Redispatch-Vorbehalts“ aus.
Am 4. Juli 2025 griff das Land Mecklenburg-Vorpommern die Idee im Bundesrat auf (Drucksache 318/25). Wer betreibt dort das größte Verteilnetz?
Wenige Monate später erschien am 15. September 2025 der viel diskutierte „Monitoringbericht zur Energiewende“, erstellt unter Beteiligung von BET und EWI. In diesem Kontext wird ebenfalls auf entsprechende Vorarbeiten von Edis eindeutig Bezug genommen.
Im Februar 2026 wurde schließlich der Entwurf des Netzpakets des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bekannt. In der Begründung für den „Redispatch-Vorbehalt“ verweist das Ministerium ausdrücklich auf das Energiewende-Monitoring sowie auf die Bundesratsinitiative aus Mecklenburg-Vorpommern. Hier schließt sich der Kreis. Der Vorschlag hat einen klar nachvollziehbaren Weg vom Netzbetreiberkonzept über politische Initiativen bis in die geplante Bundesgesetzgebung genommen.
Die Idee ist Stand heute nicht nur eine Gefährdung der heimischen Stromversorgung, sie ist auch juristisch umstritten.
Denn ein im Auftrag des Bundesverband Windenergie erstelltes Gutachten der Kanzlei Raue kommt zu dem Ergebnis, dass ein verpflichtender Verzicht auf Redispatch-Entschädigungen europarechtlich hochproblematisch wäre. So steht das Instrument also noch vor Einführung auf tönernen Füßen.
— Der Autor ist Markus Schleuning. Er ist Pressesprecher des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) und sein Bericht beruht auf bne-eigenen Recherchen öffentlich zugänglicher Quellen. —-
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„Monitoringbericht zur Energiewende“
auch als ‚Realitäts-Check‘ bekannt. Darin ist, meines Wissens, die europabezogene Stromvernetzung aus und in andere Länder Europas auch nicht ausreichend berücksichtigt, bzw. der länderübergreifende Stromnetzausbau, als Option, unterbewertet?
BMWE: „Wir brauchen eine ehrliche Bedarfsermittlung und Planungsrealismus“
BMWE: „Wir optimieren den Netzausbau bedarfsgerecht“
„Erneuerbare Energien sind keine Nischen-Technologie mehr, sondern die zentrale Energiequelle. Deshalb müssen sie 25 Jahre nach dem Inkrafttreten des EEG Systemverantwortung übernehmen. Wo die Netzsituation kritisch ist, trägt der Investor einen höheren Anteil an den Ausbaukosten; an günstigen Standorten erfolgt ein beschleunigter Netzanschluss mit reduzierten Kosten.“
Energiewende. Effizient. Machen.
Monitoringbericht zum Start der 21. Legislaturperiode
„Zusammen mit zusätzlichen Interkonnektoren beziffern sich die Kosten für die neu identifizierten
AC- und DC-Projekte nach Angabe der BNetzA auf 49 Milliarden Euro und machen somit ca. 15 %
des gesamten Investitionsvolumens im NEP 2037/2045 (Version 2023) aus.“
Die Deutsche Nation , bestehend aus Politikern und der Bevölkerung hat seit spätestens den 1970 er Jahren höchste Ansprüche an so ziemlich alles :
+ An den Sozialstaat
+ An die Sozialversicherungen
+ An die Arbeits- und Urlaubsgesetze
+ An die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln
+ An die Versorgungssicherheit Gas/Wasser/ Strom
+ An den Arbeitswillen
+ An die Geldwertstabilität
….
Dagegen ist ja an sich nichts einzuwenden, aber um solch hohe Ansprüche dauerhaft befriedigen zu können, muss die
Gesellschaft , die Wirtschaft und die Politik in der Zukunft irgendwie und irgendwas außergewöhnliches liefern und herstellen.
Das teuerste Material auf diesem Planeten ist : Antimaterie!
Antimaterie ist extrem stromfressend in der Herstellung, und muss in Hochleistungsmagnetfallen im Vakuum gelagert werden. 1 Gramm Antimaterie
ist zur Zeit geschätzt alberne 50 Billionen Euro wert.
Was liegt näher als einen Ultra XXL Large Hadron Collider in Deutschland, zum Beispiel in Ostdeutschland, zu errichten , und Antimaterie darin zu erzeugen? Nicht so ein 27 Kilometer Spass-Gerät wie das CERN , sondern einige hundert Kilometer im Umfang lang.
In Sommer werden die Photovoltaikanlagen in Deutschland wieder extreme Mengen Strom erzeugen, die vermutlich die Batteriespeicher fluten und überfluten werden.
Ein runder LHC benötigt wochenlang grosse Mengen Strom für die Abkühlung der Röhre .
Für mich würde dies alles gut zusammen passen : Deutschland + Albert Einstein ( Ein Deutscher Jude ) + E=mc Quadrat + Raketentechnologie.
Ein (fiktives) Stück Antimaterie in der Grösse eines Zuckerwürfels ( 4 Gramm ) würde mit 4 Gramm Materie vollständig zu Energie verstrahlen. Nennt sich wohl Annihilation. Die beiden Massen werden vollständig in Energie umgewandelt , ohne radioaktivem Rest. Die freigesetzte Energie ? Frag ChatGPT … ( Spoiler : 20 x Nagasaki Fat Man ) .
Antimaterie ist der Raketentreibstoff der Zukunft…
Leider der Zukunft in 100 oder 200 Jahren…
…Aber irgendwann sollte man anfangen Grundlagenforschung im Bereich Antimaterie zu betreiben.
PV-Strom gibt’s ja genug in Europa , speziell im Sommer.