Als die Deutsche Industrie- und Handelskammer im vergangenen November unter dem Titel „Klimaschutz effizienter erreichen und international abstimmen“ ein Positionspapier veröffentlichte, ließen Proteste von Mitgliedsunternehmen vor allem, aber nicht nur aus der Erneuerbare-Energien-Branche nicht lange auf sich warten. Bereits die Studie „Neue Wege für die Energiewende (‚Plan B‘)“, auf der das Positionspapier basiert, hatte im September letzten Jahres eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Ende Januar hat die Kammer reagiert und ihr erstes Positionspapier durch ein zweites ergänzt: „Klimaschutz effizient und wirksam gestalten, auf nationaler Ebene beginnen“. Kritik folgte indes auch hier, unter anderem an der Forderung nach einem Ausstieg aus der Förderung erneuerbarer Energien durch das EEG.
Die drei Ökostromversorger EWS Elektrizitätswerke Schönau, Green Planet Energy und Naturstrom haben ihren Unmut nun in einem offenen Brief formuliert. Aus ihrer Sicht beharrt die DIHK auf ihrer Forderung in Sachen Klimaziele, auch wenn die Kammer selbst dies etwas anders sieht: Generell sollten die Ziele nicht infrage gestellt werden, hieß es von Seiten der DIHK sinngemäß – sie sollten aber an die Bemühungen anderer Länder gekoppelt werden. Auch im zweiten Positionspapier findet sich in diesem Zusammenhang das Argument, Deutschland habe als größte Volkswirtschaft der EU nur einen Anteil von unter zwei Prozent an den globalen Treibhausgasemissionen. Dass Deutschland allerdings auch nur ein Prozent der Weltbevölkerung stellt und etwa beim Erneuerbaren-Anteil an der Stromversorgung innerhalb der EU keineswegs einen Spitzenplatz innehat, bleibt unerwähnt.
„Wir fühlen uns nicht repräsentiert“
Nicht nur deshalb sind EWS, Green Planet Energy und Naturstrom – über ihre verpflichtende Mitgliedschaft in den regionalen Industrie- und Handelskammern wohl oder übel auch DIHK-Mitglieder – erzürnt. Die DIHK-Position sei „nicht nur eine Gefahr für den Klimaschutz, sondern bedroht auch das deutsche Wirtschaftswachstum“, heißt es von den drei Unternehmensvorständen in ihrem offenen Brief: „Wir möchten klarstellen, dass wir uns als Mitglieder durch diese Positionierung nicht repräsentiert fühlen.“ Die Kammer solle ihrer Verantwortung als wirtschaftspolitische Stimme gerecht werden, und das bedeute „Klimaschutz ambitioniert voranzutreiben, den Ausbau erneuerbarer Energien und klimaneutraler Netzinfrastruktur zu beschleunigen und die Rahmenbedingungen für nachhaltige Investitionen zu verbessern, statt Zweifel an der strategischen Ausrichtung zu säen.“
Zur Begründung ihrer Kritik verweisen auch die Unterzeichner des offenen Briefs auf die Studienlage. So habe das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) dargelegt, dass jeder in den Klimaschutz investierte Euro 1,80 bis 4,80 Euro Nutzen in Form geringerer Energiekosten, besserer Gesundheit und weniger fossile Importe bringe. Eine Studie von OECD/UNDP prognostiziere, dass strengere Klimaziele das globale BIP bis 2100 um bis zu 13 Prozent steigern würden.
„Klimaschutz als Gefahr für wirtschaftliches Wachstum zu framen, ist Gedankengut aus den Nullerjahren. Wir erwarten von der DIHK, dass sie jenen Unternehmen und Branchen, die in Klimaschutz investiert haben und ihn als Chance begreifen, angemessen Gehör schenkt“, fasst Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender der Naturstrom AG, die Kritik zusammen. Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy, ergänzt, Klimaschutz schaffe Arbeitsplätze, sichere Investitionen und mache Deutschland unabhängig von fossilen Krisen: „Wer Klimaschutz schwächt, handelt gegen Deutschlands wirtschaftliche Zukunft – und überlässt anderen die Märkte von morgen.“ Und EWS-Vorstand Sebastian Sladek erklärt, es sei „nicht akzeptabel, dass die DIHK Aufweichungen zentraler Klimaschutzziele als vermeintliche Gesamtposition ihrer Mitglieder postuliert, obwohl diese von Teilen der Mitgliedschaft ausdrücklich abgelehnt werden.“
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Sorry wo ist das Problem für diese Unternehmen:
Ich habe immer gedacht PV und Wind, sind soooo günstig, deswegen wird die Industrie bei diesen Versorgern Energie einkaufen und deren Gewinn und Umsatz werden steigen.
Oder ist die günstige GRÜNE ENERGIE nur eine Lüge!?
Wieder einmal sinnfreies Gestammel vom Troll.
Immer wieder traurig, dass politische Meinungen und simples Gelaber statt Fakten als Kommentar in ein Fachmagazin einfließen. Das PV Magazin sollte seine eigene Position auch bei den nonsens-Beiträgen vertreten (s.u.a. PV Magazin 30.9.25 Fakten statt Fake News zur Energiewende) und uns deshalb solchen populistischen Quatsch ersparen.
Fakten zum disruptiven Postulat der DIHK:
Die Energiewende und der Umstieg auf Erneuerbare Ernergien ist kein Wunschkonzert, sondern die verfassungsgemäße Vorgabe an unsere Regierenden in Bund, Ländern und Kommunen, zum Erhalt der Lebensbedingungen für unsere Kinder und Enkel. Es ist deshalb vollkommen inakzeptabel, dass sich der Kanzler und seine Minister*in sogar über Urteile des Bundesverfassungs- (BVG 24.3.21) und Oberverwaltunggerichts (B-B 16.5.24) sowie des Internationalen Gerichtshofs (IGH 24.7.25) hinwegsetzen und sich wie sture Böcke im Zirkus weigern, Sofortmaßnahmen im Verkehrs- und Gebäudesektor ein zuleiten.
Geradezu schizophren aber sind die konkreten Pläne von Frau Reiche, jetzt die Installation von privaten PV zu sabotieren und mit dem Klimatransformations-Sonderschulden sogar Gas massiv zu subventionieren. Umweltschädliches Gas des orangen Fracking-Frankensteins, vom russischen Kriegsverbrecher (alleine 4,5 Milliarden Euro in 2024) und arabischen Menschenrechtsverhöhnern. Das ist, um es mit den Worten von Frau Reiche auszudrücken, „so simpel wie bekloppt“:
– denn PV und Wind sind defacto die günstigsten Energieformen, Gas dagegen neben Kernkraft (insbesonders von neuen AKWs) die mit Abstand teuerste und asozialste.
– die EEG-Umlage ist keine Subvention an private PV-Besitzer, sondern tatsächlich an die Netzbereiber für „entgangene Gewinne“ (die sie ironischerweise selber errechnen dürfen)
– gerade Westenergie/EON (Frau Reiche war dort im Vorstand) hat bereits in den vergangenen Jahren rechtswidrig den Anschluss von PV-Anlagen so stark behindert, dass sich sogar die Bundesnetzagentur zu einem Verfahren genötigt sieht
– dagegen fehlt es an Anreizen sowie verbindliche einfache Regeln für die netzdienliche Nutzung von Speichern, E-Mobilität, flexible Netze und Energy Sharing
Doch statt Verbesserungen des Zusammenspiels von Erzeugern, Netzbetreibern, Speichern und Kommunen, will Frau Reiche nur die Besitzstände der großen Konzerne sichern und dafür die Netzausbaukosten den privaten Verbrauchern und PV-Anlagenbetreibern aufbürden.
Das ist grotesk, denn
– kleine private PV entlasten das Netz, da die Verbraucher in unmittelbarer Nähe sind
– die Verteilnetze ohnehin schon vorhanden sind und zusätzlich noch über die Netzgebühren und die Grundversorgung bezahlt werden
– Eigenverbrauch entlastet weiterhin das lokale Netz, besonders wenn neben Privat auch Unternehmen mit PV-Anlagen und mit Speichern die Spitzenlasten erheblich reduzieren ( schmälert nur leider die Gewinne der Stromkonzerne und Netzbetreiber) –
– gerade die dezentrale „Sektoren-Netzentlastung“ wie Mieterstromprojekte werden massiv behindert, während große zentrale Stromerzeuger ohne eigenen Speicher gefördert werden – egal ob Gas, Kohle, Atom, Wasser, Wind oder PV.
Konkretes Beispiel für das Goldesel-Modell: EnBW PV-Freiflächenanlage Zwergberg, Wiernsheim 5,4 MWp
– bereits 2023 hatte die EnBW öffentlich propagiert, alle neuen PV-Freiflächenanlagen nur noch mit Speicher zu bauen
– 2024 dann Bau und Inbetriebnahme Zwergberg aber ohne Speicher
– auf Nachfrage Bürgermeister Antwort EnBW: Baugenehmigung wäre ohne Speicher erfolgt
– so läßt sich die EnBW über seine verschiedenen „Töchter“ alles mehrfach vergüten
– als PV-Stromerzeuger über die EEG-Vergütung (per Ausschreibung)
– als Stromlieferant wieder Erstattung imaginärer Verluste durch EEG aus Steuergeldern
– zusätzliche Gewinnmitnahmen über Ökostromzuschlag an Verbraucher
– als Netzbetreiber durch Kostenkalkulation in Eigenregie mit „Renditezuschlag“ (ohne Kontrolle Netzagentur, angeblich wegen „Geschäftsgeheimnis“)
– diese Netzkosten werden weitesgehend an die Privathaushalte weitergeleitet, während Großverbraucher ganz oder teilweise entlastet werden
– Hochspannungsnetze werden von vier Großkonzernen monopolartig betrieben, die TransnetzBW ist eine Tochter der EnBW
– Reingewinn EnBW 2024 4,9 Milliarden Euro (nach Steuern, ebenso sind Abschreibungen von Uraltanlagen bereits abgezogen)
– aber kein Geld für Speicher an der PV-Zwergberg oder bei Kohlekraftwerken, die zum Teil noch aus den 60ern stammen
Der bisherige Strommarkt passt nicht mehr zur heutigen Energieversorgung und schon gar nicht zur Energiewende. Dazu kommen monopolartige Strukturen bei den Netzen und eine mißstandsbewahrende Dreiklassengesellschaft, bei der überwiegende Teile an der Börse vorbei gedealt werden und nur ca.2,5% an der Spotmarkt-Börse gehandelt wird. Dies führt ähnlich wie bei Kranken- und Renten-Versicherung oder bei der unterschiedlichen Besteuerung von Arbeitnehmern zu Vermögensmilliardären zu fatalen Markt-Verwerfungen.
Zur grundsätzlichen Reduktion der Strompreise müßten stattdessen der gesamte Strom an der Börse nach dem Meritorderprinzip gehandelt werden. Dann würden bei Stromüberschüssen nicht PV oder Wind, sondern die teuersten fossilen Kraftwerke eine Null- oder Negativvergütung erhalten. So wären diese ökonomisch gezwungen, entweder runterzuregeln oder netzdienlich zu speichern. Genau dies würde dazu führen, dass die Fossilen schnellstmöglich durch günstige umweltfreundliche Energien substituiert werden können und auch der Privatverbraucher endlich von niedrigen Börsenpreisen partizipieren kann.
Fazit: Die Postulate der DIHK sind volkswirtschaftlich schädlich und zudem verfassungswidrig. Sie stehen zudem konträr zu den Interessen der eigenen „Zwangsmitglieder“ und sind daher keine Problemlösung, sondern wesentlicher Teil des Problems.
khk
Da sind Sie bei mir an der richtigen Stelle, aber wer möchte den gern an der festen Einspeisevergütung und Subventionen festhalten. ICH NICHT
Die Antwort des Trolls zeigt wieder, das er nichts, aber auch gar nichts verstanden hat und stattdessen das PV Magazin mit weiteren wirren Nonsens-Postulaten flutet. Dieses Mimimimi ist eines Fachmagazins unwürdig.
‚Da sind Sie bei mir an der richtigen Stelle, aber wer möchte den gern an der festen Einspeisevergütung und Subventionen festhalten. ICH NICHT‘
na, machen Sie doch mal einen Unterschied zwischen Klein(st)anlagen und Grosskonzernen, hinsichtlich der Refinanzierung der Anschlussinvestitionen mittels der Vergütung des eingespeisten Stromes, das wäre ein innovativer Fortschritt in diesem Land(?) und auch kostengerecht …
Woher haben die ’nach-unten-Treter‘ nur deren schlechte/charakterschwache Erziehung?
Schaut aus, als würde die DIHK ganz Deutschland aus dem Fossilsumpfmilieu in Froschperspektive sehen, anstatt aus der Vogelperspektive.
Klimaziele aufweichen und die Grundlage meines Solarbetriebes gefährden?
Kann ich da meiner Pflichtmitgliedschaft bei der IHK nicht widersprechen?
Wuppertal.
De Frage ist doch, warum bauen Unternehmen keine PV auf Ihren Gebäuden.
Es gibt ja aktuell kein Verbot, auch wenn aktuell so propagiert wir.
Und dies ist die Ursache des eigentlichen Problems!
Das Problem ist doch z.B. die Grünen setzten den Klimaschutz über Wirtschaftsthemen.
Man kann doch sehen, der Wirtschaft geht es schlecht und es werden Bus und Bahnlinien (Verbindungen) gestrichen.
Wärmepumpe ist eine grüne Technologie, nur zu teuer in Deutschland herzustellen:
Keiner kauft teure Produkte um die Welt zu retten, besonders wenn andere Länder diese Produkte günstiger herstellen können.
Erneuerbare Energie sind allerdings Wirtschaftsthema und haben gar keine Farbe. Sie sorgen für viele Arbeitsplätze und mittel- und langfristig für weniger Import von Öl und Gas. Diese jährlich 70 Milliarden, die regelmäßig ins (meist umstrittene) Ausland gehen können dann u.a. für Bus und Bahn eingesetzt werden.
Ein allzu schlichtes Verständnis der aktuellen wirtschaftlichen Situation! Der Wirtschaft geht es schlecht, weil wir einen grünen Wirtschaftsminister hatten? Da sind Sie aber der Argumentation von CDSU aufgesessen! Um es noch einmal klarzustellen, die Erneuerbaren Energien sind mit Abstand die günstigste Möglichkeit, das Land mit Energie zu versorgen! Das lässt sich leicht recherchieren! Ihre Zweifel daran sind unberechtigt!
Grüne Technik und Grüne Energie nützen dem Wirtschaft-Standort D nichts.
Wir müssen konkurrenzfähig sein!
Umweltschutz kosten Geld und dieses Geld muss erwirtschaftet werden –
Die Energie zu verteuern in einer Rezession ist mutig oder sogar dumm!
@Redaktion:
Kann man diesen Troll-Unfug wirklich nicht beenden?
Meinungsfreit hin / her: Das ist hier nicht die letzte Bastion des Grundgesetzes.
Danke 🙂
Grüne Technologie nutzt uns nichts, wenn wir diese nicht zu einem konkurrenzfähigen Preis herstellen können.
Und wenn wir dafür fossile ZUVERLÄSSIGE ENERGIE zu Strom verbrennen müssen, ist so aktuell.
Frankreich kann warten, haben gesicherte Atomenergie, Co2 frei, und können in Akkus investieren wenn diese Technik wirklich günstig sind werden..
Wir müssen Akkus zum Höchstpreis kaufen, weil wir nach Ideologie vorgehen.
Grüne Angst vor der Strahlung, aber im Städtischen Krankenhaus keine Investitionen in moderne CT Geräte stecken wollen, CT Geräte mit einer niedrigeren Strahlung zu beschaffen. Geld für eine Blumenwiese ist wichtiger, als Patienten vor Strahlung zu schützen.
Und Frau Reiche hat nicht verboten PV auf das Dach zu installieren, der Ausbau kann also ungehindert weitergehen.
Sie müssen den Strom nur selbst verwenden und AKKU und PV sind ja günstig und die Sonne schickt uns keine Rechnung.
Ich leugne weder den Klimawandel, noch sage ich PV und Wind sind total blöd.
Wenn man sagt die Energiewende kostet Geld, dann als Troll und die Meinung eingeschränkt werden soll.
Ja sorry was ist dann es sonst als Ideologie?
=> Und Ideologie ist noch nett ausgedrückt.
niranbunmi.mt: Sie könnten es mittlerweile besser wissen…
Steht eigentlich schon vieles hier drin:
https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf
und hier: https://strom-report.com/photovoltaik/
Wenn Sie von Wirtschaft reden: ein kurzfristiges Strohfeuer scheint Ihnen lieber zu sein als eine nachhaltige Wirtschaft. Und Landesverrat wegen Abhängigkeit von Putin und Trump: das werden die Nachkommen Ihnen und den Braunen in ein paar Jahrzehnten zu Recht vorwerfen.
Übrigens: viele Industrie- und Gewerbebetriebe haben längst PV und Batterie.
niranbunmi.mt schreibt.
Frankreich kann warten, haben gesicherte Atomenergie, Co2 frei, und können in Akkus investieren wenn diese Technik wirklich günstig sind werden..
Wir müssen Akkus zum Höchstpreis kaufen, weil wir nach Ideologie vorgehen.
@ niranbunmi.mt
So ist das nun mal wenn jedes Land seine Energiewende für sich macht.
Dafür können wir deren überflüssigen und billigen AKW Strom auf dem europäischen Markt kaufen. Stellen Sie sich mal vor wenn alle warten würden.
Merken Sie was !!!
„Umweltschutz kosten Geld und dieses Geld muss erwirtschaftet werden“
Früher wurde die Umwelt nicht (zumindest substantiell durch Menschen) gefährdet und die Kosten des Umweltschutzes waren in jeglichem Wirtschaftshandeln inkludiert/beinhaltet.
Heute muss man ‚Unternehmer*innen‘ erklären, dass man die ‚Umwelt‘ schützen muss?
Das ‚Vorbild‘ für den ‚globalen Süden‘ bzw. ‚Entwicklungsländer‘ hat ‚Europa‘ über Jahrhunderte vorgegeben, damit eine (teils) rücksichtslose Wirtschaftsordnung bzw. -machtausübung.
Jetzt wundert man sich über ‚Umweltkosten‘? … die Nachwirkungen der Jahrhunderte, könnte man meinen(?)
@niranbunmi.mt ich war in den letzten vier Jahren im gelobten Land des Atomstroms. Dort hat sich seither sehr viel verändert (https://www.energy-charts.info/charts/installed_power/chart.htm?l=de&c=FR&year=-1). Wo bisher rein garnichts von Windkraftanlagen und Solaranlagen zu sehen war, entstehen heute ganze Windparks und PV Freiflächenanlagen.
Die EDF weiß warum und ist nicht ganz unbeteiligt.
Selbst Elektromobilität ist ein stark zunehmendes Thema fernab von Paris.
Und nein, die Franzosen sind sogar noch geschickter als Sie vielleicht vermuten. Die eine oder andere Windkraftanlage hinterlässt den Eindruck, als hätte diese eine Vergütung in einem benachbarten Land bekommen. Doch anscheinend gab es keine Anschlussvergütung, so dass ein Weiterbetrieb des Wirtschaftgutes im Ursprungsland nicht sinnvoll erschien.
Denken Sie doch einmal darüber und über Ihre mehrfach geäußerte Billig-Batteriethese der Franzosen nach, wie diese im Einklang mit der Stromproduktion des Landes steht.
Danke!
Übrigens: die Franzosen bauen recht günstige E-Autos. Und in Paris gibt es seit Jahren einen Boom an Fahrradwegen – und die werden auch genutzt 🙂 Das, was noch an Autos rumfährt (außer Handwerker-Transporter) ist zum Großteil leektrisch unterwegs (und manche Taxis mit Wasserstoff).
Stellantis verlagert Bau des Peugeot e-208 nach Spanien
Umso linker und woker die Regierung umso schneller werden die Arbeitsplätze verlager
Und was machen wir wenn der Strom im Sommer nicht nach Frankreich abgeleitet werden kann!
@niranbunmi.mt: „Umso linker und woker die Regierung umso schneller werden die Arbeitsplätze verlager“: würden Sie das bitte mit Fakten belegen?
niranbunmi.mt scheibt.
Und was machen wir wenn der Strom im Sommer nicht nach Frankreich abgeleitet werden kann!
@ niranbunmi.mt
Es klingt nach Krümmel suchen. Sie stellen eine hypothetische Frage, und wollen aktuell eine Antwort darauf.
Übrigens: die Produktion des e-208 wurde von der Slowakei nach Spanien verlegt. Sie steigern sich da in was rein…
https://www.electrive.net/2023/06/13/stellantis-verlagert-bau-des-peugeot-e-208-nach-spanien/
@niranbunmi.mt Ihre Bedenken sind bereits quasi Realität.
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?c=DE&source=tcs_saldo&stacking=stacked_absolute&legendItems=ay4&interval=year&year=2018
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?c=DE&source=tcs_saldo&stacking=stacked_absolute&legendItems=cy5&interval=year&year=2025
Bitte auch beachten, dass Deutschland durchaus in der Lage ist, von 2 GW Import auf 7 GW Export durchzuschalten und in Extremfall dieser Bedarf sogar tatsächlich vorhanden ist.
Zum Glück gibt es aber noch immer interessierte Abnehmer in unserer Nachbarschaft:
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?c=DE&source=tcs_saldo&stacking=stacked_absolute&legendItems=cy9&interval=year&year=2025
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?c=DE&source=tcs_saldo&stacking=stacked_absolute&legendItems=cy0&year=2025&interval=year
Was uns momentan fehlt, ist die Fähigkeit den Strom in die Nacht zu bringen.
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?c=DE&source=tcs_saldo&stacking=stacked_absolute&legendItems=cy2&year=2025&interval=year
Aber keine Angst, für die Kapazitäten der Schweiz gibt es aus meiner Sicht eine viel bessere Verwendung.
„Zum Glück gibt es aber noch immer interessierte Abnehmer in unserer Nachbarschaft:“
… wenn es schon derzeit zumindest keine direkten Grossanwendungen für den bereitgestellten CO2-verminderten Strom (in Spitzeneinspeisezeiten) gibt, könnte man über günstige Meerwasserentsalzungsanlagen nachdenken? (TrinkWasser fehlt ja auch, in einigen Regionen ‚Europas‘?)
‚FischerInnen aller Länder, entsalzt Meerwasser‘?
(wer will noch auf Politiker*innen und/oder Netzbetreiber warten müssen?)
Vielleicht erst einmal mit den einfachen Dingen anfangen: Warum laufen Gaskraftwerke bei Stromüberschuss? Warum muss für Biokraftwerke Substrat zugekauft und durch halb Deutschland gekarrt werden?
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&year=2025&week=24
Ein einfacher Heizstab und entsprechende Vereinbarungen könnten hier sehr schnell Abhilfe schaffen (Strom für wenige wenige Cent ins Kraftwerk, wenn lokaler Überschuss vorhanden bzw. bevor abgeregelt wird).
„einfacher Heizstab und entsprechende Vereinbarungen könnten hier sehr schnell Abhilfe schaffen (Strom für wenige wenige Cent ins Kraftwerk, wenn lokaler Überschuss vorhanden bzw. bevor abgeregelt wird“
dazu hätte man schon seit (zig) Jahren, mit Vorbildwirkung, tätig werden können (Grosswärmepumpen im MW Massstab haben in Teilen der Bevölkerung jedoch auch ‚Vertrauensvorbehalte‘ ausgelöst, in die ‚Integrität‘ der Grosskraftwerker gegenüber den Bedürfnissen der ’normalen‘ Bevölkerung, bzw. Risiken dazu?), als grosser Kraftwerkskonzern, als ÜNB/VNB/Gesetzgeber oder umweltfreundlicher Stromvermarkter
Über Sinn und ‚Unsinn‘, soziale Gerechtigkeit dabei, auch im Umgang mit ‚preisgünstigen‘ fossilen Brennstoffen (Transportenergie für Biomassekraftwerke und CO2-Emissionen bzw. Bahnausbau?), kann man, auch aus diversen Perspektiven und innerhalb einer europäischen Vernetzung, lange diskutieren(?)
Die echten Ökostromanbieter (deren gab es ursprünglich wenige, exkl. der traditionellen Wasserkraftwerke) sollte man in diese Kritik nicht einbeziehen.
„Warum laufen Gaskraftwerke bei Stromüberschuss?“
Warum hat die Zertifizierung/Normierung für die ‚Steckerfertigen Photovoltaikanlagen‘ (bis 800W Einspeiseleistung) in D. etwa 10-20 Jahre länger gedauert (und auch öffentlichen Druck durch eine Petition im Bundestag erfordert), im Vergleich mit den Niederlanden, der Schweiz und Österreich?
Warum ist noch keiner dieser Normierungsexpert*innen in D. auf die Idee gekommen einen Temperatursensorfaden für Stromkabel im ‚Haushaltsbereich‘ (LSS 10-16-32A) anzuregen (vlt. für ‚Einspeise’stromkreise, als Nachrüstung oder in Neubauten (separater Stromkreis, vorsorglich)?, Kostenfaktor: minimal)?
@niranbunmi.mt: Mit ihrer Aussage bezüglich Entscheidungen bei Peugeot wegen linker woker Regierungen in Frankreich habe ich ein Problem. Widersprüchlicher geht es nicht. Sie unterstreichen Sie mit Ihrer Äußerung eine bestimmte Prägung.
Zunächst sollte man wissen: Der Peugeot 208, ein Kleinwagen der Marke Stellantis,, wird im Wesentlichen im slowakischen Werk Trnava sowie für den lateinamerikanischen Markt im argentinischen El Palomar produziert. Der e-208 wird seit Sommer 2023 im spanischen Saragossa gefertigt. Die Produktion der ersten Generation (2012–2019) fand unter anderem in Poissy (Frankreich) statt.
Nach dem Wegfall des Peugeot 208 konzentriert sich das Werk in Trnava auf folgende Modelle und Neuausrichtungen:
Citroën C3 & ë-C3: Das Werk ist eines der Hauptproduktionsstätten für den neuen, erschwinglichen Citroën C3 (inklusive der Elektroversion ë-C3). Der ë-C3 ist ein zentrales Modell des „Smart Car“-Projekts von Stellantis, das dort produziert wird.
Citroën C3 Aircross & Opel Frontera: Das Werk in Trnava hat die Produktion dieser SUV-Modelle übernommen, während die Produktion des 208 in andere Werke verlagert wurde.
Stellantis „Smart Car“-Plattform: Das Werk Trnava ist auf die Produktion von Kleinwagen auf Basis dieser Plattform spezialisiert, die auf kosteneffiziente Elektro- und Hybridmodelle ausgelegt ist.
Zusammenfassend: Trnava wird zu einem Kernwerk für die neue Generation von bezahlbaren Stellantis-Kleinwagen (hauptsächlich Citroën, Opel) auf der „Smart Car“-Plattform.
„Woke“ stammt aus dem Englischen („aufgewacht“) und bezeichnet ein hohes Maß an Wachsamkeit gegenüber sozialen Ungerechtigkeiten, Rassismus, Sexismus und Diskriminierung. Ursprünglich aus der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung stammend, wird der Begriff heute oft als Kampfbegriff von konservativer Seite verwendet, um eine als übertrieben empfundene politische Korrektheit oder Identitätspolitik abzuwerten.
Ich kann eben keine linke und keine woken Interessen erkennen, eine Produktion von Tschechnien nach Spanien zu verschieben. Das genaue Gegenteil würde ich von einer linken Regierung erwarten. Auch ist die Produktionverlagerung keine Regierungsentscheidung, sondern eine Konzernentscheidung. Eine Verschiebung einer Produktion ist ein finanzieller Mamutakt und keine politisch oder weltanschaulich geprägte Aktion.
Statt dessen stelle ich fest, dass ich auf eines ihrer Themen eingehe und Sie einfach eine neue Behauptung heraushauen, die in zwei Sätzen gespickt mit falschen Informationen ist und keinen Bezug zu diesem Artikel hat. Genau genommen widersprechen Sie sich sogar selbst, denn wenn günstiger Atomstrom das Haupt-Kriterium für eine Produktionsverlagerung wäre, hätte Stellantis den Peugeot 208 wieder nach Frankreich geholt.
Danke für den guten Kommentar und die Infos! Ich bin mir leider unsicher, ob der Adressat das alles liest…
Danke, ich bin mir fast Sicher, dass der Adressat dies lesen wird.
Erfahrungsgemäß wird das jedoch den Adressat nicht davon abhalten, dieselben Thesen an anderer Stelle zu erneut vorzutragen.