Die Lage auf dem Markt für Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreement, PPA) ist aktuell schwierig. Das Preisniveau ist seit Monaten eher niedrig und damit sind Abschlüsse wenig attraktiv. Für die Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen außerhalb des EEG sind sie dennoch vonnöten. Nun vermeldeten jedoch Enerparc und Maxsolar zwei neue PPAs, bei denen Solarstrom aus Photovoltaik-Kraftwerken an große Unternehmen geliefert wird.
So schloss die Enerparc-Stromvermarktungstochter Sunnic Lighthouse in dieser Woche mit Thyssenkrupp einen Vertrag zur Lieferung von Solarstrom ab, der aus neun Photovoltaik-Kraftwerken von Enerparc in Deutschland stammt. Der Vertrag umfasst eine Leistung von 67 Megawatt pro Jahr. Dabei übernehme Sunnic Lighthouse die strukturierte Lieferung des Solarstroms inklusive Prognose und Fahrplanmanagement. Nähere Angaben zu den Vertragsdetails machten die Unternehmen allerdings nicht. Sie betonten jedoch, dass der PPA-Abschluss „eine pragmatische Lösung in einem derzeit herausfordernden energiepolitischen Umfeld“ darstelle. Dies bezieht sich auf die anhaltenden Diskussionen über einen Industriestrompreis. Ein PPA sei dabei ein marktbasiertes Modell, dass sich kurzfristig umsetzen lasse und eine wettbewerbsfähige Alternative für die Industrie sei.
Während der Industriestrompreis derzeit final diskutiert wird, zeigt der PPA, dass marktbasierte Modelle kurzfristig umsetzbare und wettbewerbsfähige Alternativen wie Ergänzungen für die Industrie bieten können. „PPAs aus Erneuerbaren Energien liefern günstigen Strom ohne staatliche Förderung. Dass sich eines der größten Industrieunternehmen Deutschlands für dieses Modell entschieden hat, zeigt, dass PPAs nach wie vor eine attraktive Option für die Strombeschaffung sind – auch für unsere energieintensive Wirtschaft“, sagt Arved von Harpe, Geschäftsführer von Sunnic Lighthouse.
Maxsolar schließt 10-Jahres-PPA ab
Maxsolar wiederum teilte am Donnerstag mit, dass es mit einem nicht namentlich genannten Tech-Unternehmen einen PPA mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen hat. Dieses soll mit Solarstrom aus zwei Photovoltaik-Anlagen in Sachsen und Schleswig-Holstein beliefert werden, die sich aktuell noch im Bau befinden. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 werden sie ihren Betrieb gehen.
Die Lieferung des Solarstroms erfolgt dabei im Zuge eines Pay-as-nominated-PPA und wird ergänzt durch die Herkunftsnachweise für den gelieferten Strom. „Diese Vereinbarung zeigt einmal mehr die Zukunftsfähigkeit von Photovoltaik-PPAs und verdeutlicht, wie Unternehmen Risiken reduzieren und gleichzeitig die Abstimmung zwischen Stromerzeugung und -verbrauch mithilfe von Modellen wie Pay-as-Nominated optimieren können“, sagt Anwar Darwich, Commercial Director bei Maxsolar.
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