Enpal meldet erstmals mehr als eine Milliarde Jahresumsatz

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Enpal hat einige vorläufige Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Der Anbieter integrierter Lösungen aus Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallbox, Smart Meter und Wärmepumpe betreut demnach inzwischen in Deutschland und Italien mehr als 115.000 Haushalte. Im „operativen Teilkonzern“ der Enpal Gruppe stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent auf einen Rekordwert von rund 1,1 Milliarden Euro (2024: 890 Millionen Euro). Außerdem meldet das Berliner Unternehmen „erstmals in seiner Geschichte über ein Geschäftsjahr hinweg einen positiven Free Cashflow im operativen Teilkonzern“. Auditierte Jahreszahlen für 2025 sind indes erst für Mitte 2026 angekündigt.

Die Kundenzahl wuchs den Angaben zufolge allein bei Photovoltaik und Wärmepumpen um mehr als 30.000. Rund ein Drittel des Umsatzes entfällt mittlerweile auf die 2023 gestartete Wärmepumpensparte. Das Portfolio entspricht Enpal zufolge einer installierten Gesamtleistung von rund einem Gigawatt.

Für die als wettbewerblicher Messstellenbetreiber aktive, 2025 ausgegründete Tochter Metrify Smart Metering meldet Enpal – ohne Nennung absoluter Zahlen – ein Umsatzwachstum um rund 70 Prozent. Auch die für regionale Photovoltaik- und SHK-Betriebe eingerichtete Plattform Enpal.pro und die Sparte für gewerbliche und industrielle Kunden hätten sich positiv entwickelt. „In einem sich konsolidierenden Markt sind wir erfolgreich gewachsen“, so der Gründer und CEO Mario Kohle: „Unsere Ergebnisse bestärken uns darin, dass wir mit der Entwicklung Enpals zu einem vollintegrierten Energieversorger auf Kurs sind.“

Profitables Wachstum geplant

Für 2026 strebt das Unternehmen „ein profitables Wachstum im deutlich zweistelligen Prozentbereich“ an. Grundlage hierfür sollen ein weiterer Ausbau der Komplettlösung für dezentrale Energieversorgung von Privathaushalten und Unternehmen sowie Investitionen in „maßgeschneiderte Produktneuheiten“ sein. Weitere Investitionen sind angekündigt, „um Kundenbeziehungen langfristig zu vertiefen“.

Enpal gab auch einige personelle Änderungen bekannt: Der Mitgründer und bisherige Chief Financial Officer Viktor Wingert übernimmt die Leitung des Technologie- und Produktionsstandorts von Enpal in Shenzhen (China). Henning Rath, bislang Geschäftsführer der Enpal Gruppe in Deutschland und Chief Supply Chain Officer mit Sitz in Shenzhen, verlässt das Unternehmen zum 1. April, wird aber gleichzeitig Mitglied im Beirat der Enpal B.V. Nachfolger von Viktor Wingert als Group CFO wird Johannes Röhren, bislang CFO der Wärmepumpensparte. René Gribnitz wird Chief Communications Officer (CCO) und damit Nachfolger von Boris Radke, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat.

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