Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hat am 7. Januar 2026 ein hochrangiges Treffen mit der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), der Staatlichen Marktregulierungsbehörde (SAMR) und der Nationalen Energiebehörde (NEA) einberufen, um den Wettbewerb im Bereich Batteriespeicher „weiter zu regulieren”, wie es in der Mitteilung des Ministeriums heißt.
An der vom MIIT-Vizeminister Xin Guobin geleiteten Sitzung nahmen Beamte der vier Einrichtungen, ausgewählte lokale Industriebehörden und 16 Unternehmen aus den Bereichen Zellfertigung und Systemintegration teil. Das berichten chinesische Medien, die sich auf mit der Teilnehmerliste vertraute Personen berufen.
Zu den teilnehmenden Batterieherstellern gehörten den Berichten zufolge CATL, BYD, CALB, Gotion High-Tech, EVE Energy, Sunwoda, SVOLT, REPT Battero, Great Power, HiTHIUM, Zhenli, Zhejiang Jiyao Tongxing Energy Technology und Cornex. Hinzu kamen die drei Systemintegratoren CRRC Zhuzhou Institute, HyperStrong und Trina Storage.
Dumping-Preise verzerren Wettbewerb
Die offizielle Erklärung des MIIT stellt die Diskussion in den Kontext der weltweiten Führungsrolle Chinas bei Batterien und der Einführung neuer Speichertechnologien. Zugleich weist das Ministerium jedoch auch auf „irrationales” Verhalten wie blinde Investitionen und Wettbewerb mit Niedrigpreisen hin. Das könnte die Marktordnung verzerren und Qualitäts- und Sicherheitsrisiken verursachen, fürchtet das MIIT.
Das Treffen sendet vor allem in vier Bereichen Signale:
- eine strengere Marktaufsicht einschließlich verstärkter Maßnahmen gegen illegale Praktiken wie Verkäufe unter Selbstkostenpreis sowie eine strengere Überwachung von Produktionskonsistenz, Produktqualität und des Schutzes geistigen Eigentums,
- eine verbesserte Kapazitätsüberwachung durch abgestufte Frühwarnmechanismen,
- von Branchenverbänden durchgesetzte stärkere Selbstdisziplin der Industrie
- engere Zusammenarbeit zwischen zentralen und lokalen Behörden, um Protektionismus einzudämmen und eine besser geordnete regionale Industrieplanung zu fördern.
„Bessere Qualität zu höheren Preisen“
Die Entwicklung deutet darauf hin, dass China den Batteriemarkt wieder in Richtung „bessere Qualität zu höheren Preisen“ lenken, die Compliance-Anforderungen erhöhen und die Konsolidierung beschleunigen könnte, da schwächere Akteure ohne aggressive Preisnachlässe nur schwer konkurrieren können. Kurzfristig dürften Entwickler unter anderem auf etwaige Änderungen bei der Ausschreibungsbewertung achten, die das Gewicht des reinen Listenpreises verringern.
Der chinesische Markt sieht dieses Treffen als klares Zeichen für die Entschlossenheit der chinesischen Regierung, den Wettbewerb in der Branche zu regulieren, Überkapazitäten zu verhindern und eine qualitativ hochwertige Entwicklung zu fördern.
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Auch wenn China auch technologisch vorgeschritten ist, in der Akkutechnik.
Zeigt sich auch hier, wir können preislich nicht mithalten.
Aber mit einer 4 Tage Woche und Work-Life-Balance, ist es nur noch eine größere Hürde.
Nicht nur Altmaier ist Schuld…. ist halt einfacher und bringt mehr Clicks auf YT.
Bessere Qualität zu höheren Preisen? Das gibt zu denken. Haben die uns also bisher Schrott zu Dumping Preisen geliefert?
Die chinesische Regierung hat halt erkannt, dass Batterien bereits jetzt weltweit zusammen mit erneuerbaren Energie die günstigste Energiequelle sind. Und in beidem ist China Marktführer. Daher sorgen fallende Preise nur für weniger Staatseinnahmen.
Es ist schon interessant, wie schnell ein Land aus dem Nichts einen riesigen Markt aufbaut. Bisher ging das immer nur mit der Ausbeutung von Rohstoffen und entsprechender Umweltbelastung. Schön, das es jetzt in einem Bereich ist, der für einen Energiewandel sorgt.
Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte sich schnell eine PV-Anlage mit Speicher holen. Am besten völlig überdimensioniert. Denn jede Anlage, die bei uns im Land ist, sorgt für Jahrzehnte für günstige Energie. Wer weiß, was die Anlagen demnächst Kosten?