Fraunhofer IOSB-AST präsentiert KI-Werkzeug für Prognose von Energieverbräuchen

Netzbetreiber können mit der neuen Lösung Zeitreihenprognosen in Strom-, Gas-, Wärme- und Kältenetzen vornehmen. Das Werkzeug lässt sich unter anderem für Lastprognosen bei dynamischen Stromtarifen oder der Elektromobilität nutzen.
Das Bild zeigt die grafische Benutzeroberfläche des WattPredictor | Foto: Fraunhofer IOSB-AST

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Institutsteil Angewandte Systemtechnik (AST), hat ein KI-gestütztes Werkzeug für Lastprognosen in Energienetzen auf den Markt gebracht. Die Lösung namens WattPredictor unterstützt flexible Analysen von Zeitreihen sowie moderne KI-Modelle. So soll die Software Prognoserisiken in Einsatzplanung, Beschaffung, Handel und Vermarktung mindern.

Als mögliche Anwendungsfälle nennen die Fraunhofer-Forscher unter anderem Lastprognosen bei dynamischen Stromtarifen oder Elektromobilität, Netzverlust-Prognosen und Vorhersagen für den Differenzbilanzkreis sowie für Industriekunden und Quartiere.

WattPredictor kombiniert Kalenderlogiken wie Werk-, Feier- und Brückentage, die Einbindung beliebiger exogener Variablen, Strategien zur Ersatzwertbildung sowie Assistenzfunktionen für den Betrieb und skalierbare Massendatenprognosen.

Der Erfurter Netzbetreiber SWE Netz hat das Werkzeug bereits getestet. „Die mit der Einführung des WattPredictors gewonnenen Ergebnisse stimmen uns sehr zuversichtlich“, erklärt SWE-Netz-Geschäftsführer Frank Heidemann. „Wir können künftig genauere Netzlastprognosen über einen größeren Betrachtungshorizont erstellen.“

„Unsere langjährige Prognose-Expertise aus Forschung und Industrieprojekten ist in den WattPredictor eingeflossen“, sagt Stefan Klaiber, Gruppenleiter Cross-sektorale Energiesysteme am Fraunhofer IOSB-AST. Mit seinen Analyse- und Prognosefunktionen liefere er auch bei komplexen Anwendungsfällen und kundenspezifischen Anforderungen verlässlich präzise Ergebnisse.

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