Eco Stor und Alpiq haben einen Tolling-Vertrag für den Batteriespeicher mit 103,5 Megawatt Leistung und 238 Megawattstunden Kapazität im norddeutschen Schuby geschlossen. Der Batteriespeicher befindet sich noch im Bau und soll Mitte kommenden Jahres ans Netz gehen. Kern der Tolling-Vereinbarung sei, dass einerseits Eco Stor für fünf Jahre feste Umsätze garantiert bekommt. Andererseits erhält der Schweizer Energiekonzern Alpiq in dieser Zeit die Exklusivrechte zur Optimierung des Batteriespeichers für Netzstabilisierungsdienste oder zum Handel mit Strom auf den Spot- und Intraday-Märkten, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten.
Tolling-Verträge, die über einen vereinbarten Zeitraum feste Erlöse für Speicherbetreiber garantieren, werden als wichtige Voraussetzung gesehen, um langfristiges Fremdkapital für die Realisierung der Projekte einwerben zu können. In der Regel werden die großen Batteriespeicher ohne jegliche staatliche Förderung in Deutschland realisiert. „Durch die Verbindung des Know-hows von Eco Stor bei der Entwicklung, der Errichtung und dem Betrieb von Batteriegroßspeichern mit der Marktexpertise von Alpiq im Energiehandel und Risikomanagement entsteht mit ‚Tolling‘ ein Geschäftsmodell, das sowohl Stabilität als auch ausreichende Rendite und Skalierbarkeit für eine nachhaltige Energieinfrastruktur in sich vereint“, so die Unternehmen weiter.
Alpiq wird bei der Vermarktung der Speicherkapazitäten auf die Expertise von Enspired und Entelios setzen. Mit diesen Vermarktern arbeitet Eco Stor auch bereits bei einem anderen Großspeicher zusammen. Beim Tolling-Modell verbleibt die technische Verantwortung beim Speicherbetreiber. Allerdings kann er damit das Marktrisiko durch volatile Erlöse reduzieren. Mit ihrer Kooperation wollen Eco Stor und Alpiq ein skalierbares Modell schaffen, mit dem die Energiewende zunehmend durch marktwirtschaftliche Mechanismen vorangetrieben werden kann, wie es weiter hieß.
Der Batteriespeicher in Schuby weist die gleiche Größe der Anlage im benachbarten Bollingstedt auf. Diesen Speicher hat Eco Stor in diesem Jahr bereits ans Netz gebracht. Für das Projekt in Schuby gibt es ein gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet und dem Verteilnetzbetreiber SH-Netz entwickeltes Betriebskonzept. So soll der Batteriespeicher im Rahmen klar definierter, netzneutraler Leitplanken betrieben und bis zu zweimal täglich vollständig be- und entladen werden, wie es von den Unternehmen hieß.
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