Im Oktober ist der Photovoltaik-Zubau gegenüber dem Vormonat wieder etwas angestiegen. Er bleibt jedoch klar hinter dem Vorjahresniveau zurück. Die Bundesnetzagentur schätzt die den Nettozubau bei Photovoltaik-Anlagen auf 1145,8 Megawatt für Oktober, wie sie am Montag veröffentlichte. Die Zahlen basieren auf der Auswertung des Marktstammdatenregisters vom 13. November. Angesichts einer Meldefrist von vier Wochen für die Eintragung von Photovoltaik-Anlagen schlägt die Bundesnetzagentur zehn Prozent auf die bisher verzeichneten 1041,8 Megawatt auf.
Im September lag der Photovoltaik-Zubau noch unter der Marke von einem Gigawatt und auch mit den nun erfolgten Meldungen kommt er bislang nur auf 942,4 Megawatt, was leicht über den prognostizierten 920 Megawatt liegt. Im Vorjahr betrug die neu installierte Photovoltaik-Leistung im Oktober noch 1761,3 Megawatt. Für das laufende Jahr kommt die Bundesnetzagentur auf einen Photovoltaik-Nettozubau von bislang 13,0353 Gigawatt.
Die Detailauswertung der Bundesnetzagentur zeigt, dass im Oktober wieder mehr Leistung in Freiflächenanlagen als in Dachanlagen ans Netz ging. Im September war es noch umgekehrt. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Nachfrage nach Photovoltaik-Dachanlagen weiter enorm schwächelt. Die 26.608 Dachanlagen mit insgesamt 441,8 Megawatt stellen den bislang niedrigsten Wert in diesem Jahr dar. Auch bei neuen Stecker-Solar-Geräten ist mit 21.206 Registrierungen und 28,3 Megawatt ein Rückgang auf das Niveau vom Jahresanfang zu verzeichnen. Gerade in den Frühjahr- und Sommermonaten gab es mehr als doppelt so viele Neueintragungen für die Mini-Photovoltaik-Anlagen.
Bei den Freiflächenanlagen verzeichnete die Bundesnetzagentur im Oktober bisher 168 neue Anlagen mit insgesamt 576,2 Megawatt. Gerade dieses Segment ist sehr volatil. Hier können Inbetriebnahmen einzelner Großprojekte die Werte enorm nach oben treiben.
Die Bundesnetzagentur hat auch die Zubauwerte für Januar bis Oktober für die einzelnen Segmente ausgegeben. So kommen die Dachanlagen bisher in diesem Jahr auf eine Gesamtleistung von 6554,4 Megawatt und die Freiflächenanlagen auf 6066,6 Megawatt. Dazu gab es Anmeldungen von fast 400.000 Stecker-Solar-Geräten mit 478,8 Megawatt Gesamtleistung. Die Ergebnisse aus dem Vorjahr für den Zubau von Freiflächenanlagen, der bei 6492 Megawatt lag, und Photovoltaik-Balkonanlagen (437,6 Megawatt) werden in diesem Jahr sicher übertroffen oder sind es bereits. Bei den Dachanlagen hingegen wird der Zubau deutlich unter dem des Vorjahres liegen. 2024 summierte er sich auf mehr als 10,5 Gigawatt, die sich auf knapp 650.000 Dachanlagen verteilten. In diesem Jahr sind es bislang gerade einmal gut 366.000 Dachanlagen, die im Marktstammdatenregister hinzukamen.
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Es ist trotzdem sehr viel Zubau, ohne das ausreichend Speichermöglichkeiten zugebaut wurden.
Absehbar wird die „Negativ-Strompreis-Zeit“ auch im nächsten Jahr anwachsen.
Die „Nichtvergütung“ bei negativen Strompreisen ändert nichts an den Überkapazitäten.
Es braucht unbedingt mehr Speicherkapazität.
Dachanlagen werden bereits meist mit Speicher gebaut, da der Eigenverbrauch die Wirtschaftlichkeit erhöht. Nur gibt es für vor Februar 2025 gebaute Anlagen wenig Grund netzdienlich zu laden, und viele Betreiber wissen nicht einmal, dass sie das könnten.
Bei der Freifläche wird sich die Kolokation mit Speichern ebenfalls durchsetzen, dank des Solarspitzengesetzes und der gesunkenen Preise, vor allem wenn tatsächlich auch die Baugenehmigung vereinfacht wird.
Zugegeben hinken wir hinterher, aber m.E. nicht mehr lange