Kostal-Wechselrichter profitieren vom „Made in Europe“-Bonus in Österreich

Kostal, Wechselrichter, Mäde in Europe-Bonus, Österreich

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Österreich hat als eines der ersten Länder in Europa einen „Made in Europe“-Bonus eingeführt, der beim anstehenden Fördercall im Juni erstmals greift. Demnach werden für Photovoltaik-Speicher-Projekte, die mit Komponenten aus Europa ausgestattet sind, bis zu 20 Prozent zusätzlich auf den Investitionszuschuss gewährt. Neben Solarmodulen kommen dabei auch Komponenten wie Wechselrichter und Batteriespeicher zum Zug, wobei jedoch wesentliche Fertigungsschritte in Europa erfolgen müssen. Die entsprechenden Komponenten werden auf einer offiziellen Förderliste verzeichnet.

Die österreichische Abwicklungsstelle EAG, über die die Beantragung der Förderungen läuft, hat nun die Wechselrichter der Serien „Plenticore“ und „Piko“ von Kostal offiziell auf diese Whitelist für den „Made in Europe“-Bonus aufgenommen, wie der Hersteller am Dienstag mitteilte. Damit ist es möglich, beim Einsatz von Kostal-Wechselrichern einen Bonus von 10 Prozent auf die Förderung zu erhalten.

Allerdings müsse auch das Gesamtsystem den EAG-Kriterien entsprechen. Wenn die Photovoltaik-Anlage mit dem Speicher „Wall“ von Varta kombiniert werde, sei dann ein weiterer Aufschlag von zehn Prozent und damit der maximale „Made in Europe“-Bonus möglich, heißt es von Kostal weiter.

Der nächste Fördercall wird am kommenden Montag (23. Juni) um 17 Uhr geöffnet. Dann können die Anträge eingereicht werden. Die Abwicklungsstelle hat auf ihrer Website die Listen mit den bislang zugelassenen Komponenten veröffentlicht. Bei Solarmodulen sind bislang nur einige Modelle der Hersteller Bisol, Eurener, Futurasun, Meyer Burger, Kioto Solar, Solitec und Vitovolt verzeichnet. Die Liste für Wechselrichter zeigt diverse Produkte des heimischen Herstellers Fronius, die sich für den Bonus qualifiziert haben, sowie von Kaco und eben Kostal. Auf der Liste für den „Made in Europe“-Bonus bei Speichern finden sich neben „Varta.wall“ nur noch Geräte von Zellhoff. Die Abwicklungsstelle betont jedoch, dass die Listen fortlaufend aktualisiert werden.

Die neue österreichische Bundesregierung hat angekündigt, die Förderung für Photovoltaik-Anlagen und Speicher in diesem Jahr auf das im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) vorgesehene Mindestmaß von 60 Millionen Euro zu beschränken. In der ersten Förderrunde im April sind davon bereits 40 Millionen Euro vergeben worden. Für die Förderrunde im Juni ist ein Förderbudget von 12 Millionen Euro geplant und im Oktober von 8 Millionen Euro. Die Beschränkung der Förderung von Erneuerbaren hatte die Regierung mit der aktuellen Budgetlage begründet.

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