Sonnen bündelt US-Aktivitäten für seine Photovoltaik-Speichersysteme

Sonnen will seine Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in den USA in Atlanta im Bundesstaat Georgia unter einem Dach vereinen. Damit sollen künftig Innovationen schneller in die Produktion gebracht werden, teilte der Allgäuer Photovoltaik-Speicherhersteller am Mittwoch mit. Auch sei es dann möglich die Produktionskapazitäten schnell hochzufahren. Die US-Tochter von Sonnen habe ein exponentielles Wachstum im vergangenen Jahr erfahren“, erklärte Christoph Ostermann, CEO der Sonnen Gruppe, die Entscheidung. „Wir erwarten, dass die Zusammenlegung unserer Produktions- und Entwicklungsteams in den USA in einer Fabrik die Zahl unserer Produktinnovationen steigern wird, und wir in der Lage sein werden, besser auf die künftigen Bedürfnisse im wachstumsstarken US-Privatkundenspeichermarkt reagieren zu können.“

Der US-Markt sei eine entscheidende Chance für Sonnen, die Energieunabhängigkeit weltweit voranzutreiben, ergänzte Blake Richetta, Vice President Sales bei Sonnen North America. Der Anbieter sehe eine rapide wachsende Zahl an Hausbesitzern in den USA, die sich für das Thema interessierten und derzeit nach passenden Speicher- und Softwarelösungen, um den Anteil da erneuerbaren Energien bei ihrer Stromversorgung zu erhöhen.

Nach Einschätzung von Sam Wilkonson, Analyst bei IHS Markit, werden in diesem Jahr Großbritannien und die USA die am stärksten wachsenden Märkte für private Speichersysteme sein. Es sei für beide Länder mindestens mit einer Verdopplung zu rechnen, sagte er auf Anfrage von pv magazine. In Deutschland, wo im vergangenen Jahr rund 100 Megawatt an Speichern zugebaut worden seien, sei ein Wachstum von 20 bis 30 Prozent für dieses Jahr zu erwarten. Die Zahlen von IHS Markit für installierte „behind-the-meter“-Speicher bis Ende 2016 zeigen, dass Japan mit 700 Megawatt weltweit führend in diesem Segment ist. Mit einigem Abstand und 240 Megawatt folge Deutschland auf Platz zwei vor den USA mit 140 Megawatt. (Sandra Enkhardt)