Österreich: Erste Förder-Million aus Klimafonds abgerufen

Eine Million der insgesamt 8,5 Millionen Euro aus dem Fördertopf für Photovoltaik-Anlagen bis fünf Kilowatt Leistung sind nach Angaben von Photovoltaic Austria (PVA) bereits abgerufen. Damit liege der Photovoltaik-Zubau deutlich über jenem im Vorjahreszeitraum, teilte der Bundesverband nun mit. PVA-Präsident Hans Kronberger empfiehlt allen interessierten Hausbesitzern, möglichst rasch in den Bau einer Photovoltaik-Anlage zu investieren. „Da mit keinen großen Preissprüngen nach unten mehr zu rechnen ist, ist es sinnvoll die Anlage möglichst früh zu errichten, um die Frühjahrs- und Sommersonne zur Stromproduktion zu nutzen. Außerdem ist gegen Ende der Förderperiode – Mitte Dezember – mit einer Verknappung der Fördermittel zu rechnen“, sagte Kronberger. Er warb zugleich für den Eigenverbrauch des Solarstroms. Bei einem vollständigen Eigenverbrauch könnten Photovoltaik-Anlagenbesitzer ihre Stromkosten um bis zu mehr als 1000 Euro jährlich reduzieren.

Zur Zukunft der Photovoltaik äußerte sich Kronberger ebenfalls. „Wir gehen davon aus, dass die Photovoltaik die erste erneuerbare Energietechnik sein wird, die Anfang der 2020er Jahre die volle Marktreife erlangen und ohne Förderung auskommen wird. Die Preisreduktionen der letzten Jahre machen uns sicher“, so der PVA-Präsident. Beim Bundesverband hält man eine Reform des Ökostromgesetzes für „dringlich“. Dabei sollte eine Umstellung bei Anlagen größer fünf Kilowatt vom bisherigen Tarif- auf ein Investitionsfördersystem erfolgen. Im Zuge der angekündigten kleinen Ökostromnovelle könnte das Wirtschaftsministerium in Wien dies noch für das kommende Jahr durchsetzen, so Kronberger weiter. (Sandra Enkhardt)