Amtsgericht Aachen eröffnet Insolvenzverfahren der Photon Power

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Das Amtsgericht Aachen hat das Insolvenzverfahren der Photon Power AG am Dienstag eröffnet. Die Richter bestellten den Rechtsanwalt Claus-Peter Kruth von der Kanzlei Andres Partner zum Insolvenzverwalter. Dieser sei auch bereits der vorläufige Insolvenzverwalter gewesen und habe sich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Betreibers von Photovoltaik-Anlagen verschaffen können. Der Geschäftsbetrieb laufe seit der Verfahrenseröffnung im Dezember 2015 uneingeschränkt weiter, teilte der Insolvenzverwalter am Donnerstag mit. Es sei das Ziel, „eine bestmögliche Lösung für das Unternehmen und die Gläubiger zu finden“. Gespräche über Restrukturierungs- und Verkaufsoptionen mit dem Vorstand liefen bereits. Das Unternehmen habe keine Beschäftigten, der Vorstand führe den Geschäftsbetrieb, hieß es weiter. Ein Investorenprozess ist nach Angaben von Kruth bereits angestoßen worden.

Von der Zahlungsunfähigkeit der Photon Power sind rund 500 Gläubiger, die Anteile an den drei 2011 ausgegebenen Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 7,5 Millionen Euro erworben haben, wie es weiter hieß. Die Gläubiger sei bereits über das weitere Vorgehen vom Insolvenzverwalter informiert worden. Das Amtsgericht Aachen werde zudem kurzfristig eine Versammlung für diese Gläubiger einberufen. Auch dort werde es um das weitere Vorgehen des Insolvenzverwalters gehen.

Die Photon Power betreibt nach Angaben von Kruth sechs Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 6,1 Megawatt in Deutschland, an dem das Unternehmen anteilig beteiligt ist oder ihm zu 100 Prozent gehören. 2011 seien dazu die drei Anleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Verzinsungen ausgegeben worden. Diese seien zum Teil von den Abonnenten des Magazines Photon gezeichnet worden. Die Photon Power habe im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp über 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet, im Wesentlichen aus der Solarstromerzeugung. Das Unternehmen sei eine 100-prozentige Tochter der Photon Holding GmbH, die sich seit Juli 2014 in der Insolvenz befindet. (Sandra Enkhardt)

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