EEG-Konto trotz Rekordeinspeisung aus Photovoltaik und Windkraft weiter kräftig im Plus

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Erstmals seit Jahresanfang liegt das Plus für die Übertragungsnetzbetreiber auf dem EEG-Konto wieder unter vier Milliarden Euro. Ende Juli betrug der Kontostand mehr als 3,75 Milliarden Euro, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Der Überschuss ist dabei um etwa 525 Millionen Euro geschmolzen. Zugleich hatte das Fraunhofer-ISE in Freiburg ermittelt, dass Photovoltaik- und Windkraftanlagen im Juli so viel Strom wie nie zuvor geliefert haben. Insgesamt seien es 11,7 Terawattstunden Ökostrom aus diesen beiden Energiequellen gewesen. Dabei sei es der beste Sommermonat für die Windkraft aller Zeiten gewesen. Bei der Photovoltaik-Erzeugung liegt immer noch der Juli 2013 an der Spitze. Dennoch erzeugten die Photovoltaik-Anlagen im Juli 2015 erstmals mehr Strom als die AKW in Deutschland.

Den bisherigen Höchststand erreichte der Überschuss auf dem EEG-Konto in April Damals betrug das Plus mehr als fünf Milliarden Euro. In den Sommermonaten sorgt eine höhere Einspeisung aus den Photovoltaik-Anlagen naturgemäß dafür, dass die Ausgaben für die Übertragungsnetzbetreiber höher liegen als die Einnahmen. Weiterhin gilt aber, dass das mehr als deutliche Plus auf dem EEG-Konto zeigt, dass die EEG-Umlage für 2015 hätte von den Übertragungsnetzbetreibern stärker gesenkt werden können und müssen. Zum 1. Januar fiel sie aber nur um marginale 0,07 Cent auf 6,17 Cent je Kilowattstunde. Für die Berechnung der EEG-Umlage für das Folgejahr ist der Kontostand Ende September entscheidend – 2014 betrug er zu diesem Zeitpunkt bereits fast 1,5 Milliarden Euro. (Sandra Enkhardt)

Grafik:www.netztransparenz.de

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