Alte Eon wird zu Uniper

Ende vergangenen Jahres hatte Eon mit derAnkündigung der Aufspaltung in eine auf neue und eine auf alte Energien fokussierte Gesellschaft für Schlagzeilen gesorgt. Nun gibt es weitere Entscheidungen zur Ausgestaltung. So soll der bisherige Vorstandschef von Eon dies auch bleiben. Das bedeutet, er wird der Gesellschaft vorstehen, die sich künftig um die erneuerbaren Energien, Energienetze und Kundenlösungen kümmern wird. Klaus Schäfer soll Vorstandsvorsitzender der dann neuen Gesellschaft für die fossilen Geschäfte werden, die künftig unter dem Namen Uniper firmieren soll. Auch sollen die beiden Gesellschaften unterschiedliche Hauptsitze bekommen: Eon zieht nach Essen, Uniper bleibt in Düsseldorf. Beide Gesellschaft werden zudem jeweils mit vier Vorstandsressorts versehen, wie es bei Eon weiter hieß.

Teyssen zur Seite stehen bei der neuen Eon Leonhard Birnbaum, Michael Sen und Bernhard Reutersberg. Letzterer soll in seiner Funktion als Chief Markets Officer die Entwicklung innovativer Kundenlösungen vorantreiben und die Geschäfte mit erneuerbaren Energie steuern. Uniper soll offiziell zum 1. Januar 2016 starten. Der Name ist Eon zufolge eine Abkürzung aus „Unique Performance“ und geht auf einen Mitarbeitervorschlag zurück. Ursprünglich hat es rund 3000 Ideen für einen Namen für die neue Gesellschaft gegeben. Aus Sicht des Beobachters hätte sicher am besten E.off – in Anlehnung an die Schreibweise des Konzerns E.on – gepasst. Dem Vorstand von Uniper werden neben Schäfer auch noch Christopher Delbrück und Eckhardt Rümmler angehören. Ein Chief Commercial Officer werde in den kommenden Monaten noch ernannt.

Im zweiten Halbjahr sollen nun die rechtlichen Voraussetzungen für die Neuaufstellung geschaffen, wie Eon weiter mitteilte. Dann würden aus allen Unternehmenteilen die Uniper zugeordneten Geschäftsaktivitäten auf die neue Gesellschaft übertragen. Auf der Hauptversammlung von 8. Juni müssen zudem die Aktionäre von Eon der Aufspaltung noch zustimmen. (Sandra Enkhardt)