Verlustreiches erstes Quartal für Aleo Solar

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Die Aleo Solar AG i.L. [in Liquidation] hat im ersten Quartal mit weiter sinkenden Umsatzzahlen zu kämpfen gehabt. Die produzierte Leistung sei auf 9,4 Megawatt gesunken, teilte der Photovoltaik-Hersteller mit. Nicht einmal ein Viertel der produzierten Menge aus dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sei um 62,5 Prozent auf 11,7 Millionen Euro gesunken, teilte Aleo Solar i.L. weiter mit. Der EBIT-Verlust habe sich im Gegensatz zum ersten Quartal 2013 aber weiter erhöht. Er sei von -16,3 auf 29,0 Millionen Euro gestiegen. Die Gründe für das schlechte Quartalsergebnis seien die weiterhin stark schrumpfenden Kernmärkte für Aleo Solar in Europa. Zudem sei der Absatz wegen des Anfang Februar 2014 gemeldeten Verkaufs von wesentlichen Teilen des operativen Geschäfts und der damit einhergehenden Unsicherheit der Kunden belastet gewesen.

Den Verkauf an die SCP Solar GmbH ist Mitte Mai endgültig vollzogen worden. Hinter der Hamburger Betreibergesellschaft steht ein Konsortium aus drei asiatischen Firmen, die die Produktion in Prenzlau wieder aufnehmen und rund 200 Mitarbeiter weiterbeschäftigen will. Neben dem Modulwerk in Prenzlau hat SCP Solar auch noch die Marke „Aleo“ übernommen. Der Verkauf war nach dem Ausstieg von Bosch aus dem Geschäft mit der kristallinen Photovoltaik notwendig geworden. Der Stuttgarter Konzern war mit gut 90 Prozent an Aleo Solar beteiligt und hatte bis zum Ende des ersten Quartals 2014 eine Finanzierungszusage an den Photovoltaik-Hersteller gemacht.

Bereits Mitte Februar musste Aleo Solar allerdings den Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals zum Jahreseende 2013 anzeigen. Mittlerweile das das Photovoltaik-Unternehmen auch einen Jahresabschluss vorgelegt. Demnach hat sich der Umsatz im vergangenen Jahr auf 124,9 Millionen Euro mehr als halbiert. Der EBIT-Verlust 2013 stieg dagegen auf 92 Millionen Euro an, nach einem Verlust von 77 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012. (Sandra Enkhardt)