Nordafrika investiert in Photovoltaik-Ausbau

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Der ägyptische Entwicklungsminister Adel Labib hat angekündigt, dass die Regierung in große Photovoltaik-Projekte investieren zu wollen. Während der Laufzeit solle Solarstrom im Gesamtwert von einer Milliarde US-Dollar produziert werden, sagte der Minister auf einer Konferenz der Handelskammer von Alexandria. Mit der Realisierung der Solarprojekte könnten zugleich Arbeitsplätze für junge Menschen geschaffen werden. Bereits Mitte April hatte Ministerpräsident Ibrahim Mahlab erklärt, dass die Solarenergie die Zukunft Ägyptens darstelle, um der Energiekrise zu begegnen. Es müssten mehr Photovoltaik-Anlagen im Land gebaut werden, forderte Mahlab nach Angaben einer Regierungswebsite. Gerade im Sommer könnten sie Bedarfspitzen abdecken und Stromausfälle verhindern. Die staatlichen Behörden wollen dabei mit gutem Beispiel vorabgehen. Es gebe bereits erste Vereinbarungen, Photovoltaik-Anlagen auf einigen staatlichen Einrichtungen zu installieren. Offizielles Ziel der Regierung in Kairo ist es, bis 2020 insgesamt 20 Prozent des Energiebedarfs aus Erneuerbaren zu decken.

In der vergangenen Woche führte zudem Algerien Einspeisetarife für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung ab einem Megawatt ein. Für Solarparks zwischen einem und fünf Megawatt sollen nach offziellen Angaben in den ersten fünf Jahren eine Einspeisevergütung von 15,94 Algerische Dinar, umgerechnet 14,6 Cent je Kilowattstunde gezahlt werden. Danach sinke oder steige die Solarförderung je nach erzeugter Leistung des Photovoltaik-Anlage auf 11,80 bis 20,08 Algerische Dinar je Kilowattstunde. Diese Vergutung werde dann für weitere 15 Jahre gewährt. Bei Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen einem und fünf Megawatt ist für die Anfangszeit ein Einspeisetarif von 12,75 Algerischen Dinar – etwa 11,7 Cent – je Kilowattstunde vorgesehen. Für die weiteren 15 Jahre soll auch in dieser Kategorie der Einspeisetarif dann angepasst werden. Je nach erzeugter Leistung steigt oder sinkt er für die restliche Laufzeit ebenfalls um 15 Prozent. (Sandra Enkhardt)