Solarworld-Übernahme von Bosch Solar voraussichtlich Mitte März

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Es war ein Paukenschlag, als Solarworld die Übernahme des Werks von Bosch Solar in Arnstadt im November verkündete. Derzeit geht es darum, die Detail des Übergangs der Mitarbeiter zu klären. Da es noch Widerspruchsfristen gebe, verzögere sich die Übernahme voraussichtlich bis Mitte oder Ende des Monats, bestätigte der Solarworld-Sprecher Milan Nitzschke der Nachrichtenagentur dpa. Zunächst sei der Abschluss der Übernahme für Februar geplant gewesen. Insgesamt will Solarworld etwa 800 der 1400 Mitarbeiter in der Modulfertigung in Thüringen übernehmen.

Nach Angaben von Bosch ruht die Produktion in Arnstadt derzeit. Doch ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns zeigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur dpa ebenfalls optimistisch, dass die Übernahme noch in diesem Monat vollzogen werde. Die Photovoltaik-Produktion sei zum Jahresende eingestellt worden. Die Mitarbeiter seien freigestellt, würden aber weiterhin bezahlt.

In der vergangenen Woche hatte Solarworld seine finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen. Der größte deutsche Photovoltaik-Hersteller konnte durch einen Schuldenschnitt seine Verbindlichkeiten um 570 Millionen Euro auf 427 Millionen Euro senken. Im Anschluss daran erfolgte über die Ausgabe neuer Aktien eine Kapitalerhöhung. Dabei will Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck für zehn Millionen Euro neue Aktien zeichnen und sich damit einen Anteil von 20 Prozent an Solarworld sichern. Zudem soll ein Investor aus Katar, Qatar Solar, insgesamt 29 Prozent der Anteile nach dem Kapital- und Schuldenschnitt an dem deutschen Photovoltaik-Hersteller halten. Qatar Solar will zusätzlich ein Darlehen in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. ie übrigen Anteile werden nach der Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten von den Anleihegläubigern gehalten, die im Gegenzug auf 55 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Mit Ausnahme von Asbeck sind die Alt-Aktionäre nach dem Schuldenschnitt weitgehend aus dem Unternehmen gedrängt worden. (Sandra Enkhardt)

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