Wirtschaftkrimi um Asola mit gutem Ende

Die Gläubigerversammlung hat der Übernahme der Asola Automotive Solar Deutschland GmbH durch die a2-Solar Advanced und Automotive Solar Systems GmbH zugestimmt. Sie erfolge auf dem Wege einer übertragenen Sanierung, erklärte der alte und neue Geschäftsführer Reinhard Wecker. Die Gläubiger der Asola Quantum Solarpower AG stimmten im parallel laufenden Insolvenzverfahren ebenfalls der Übernahme durch die a2-Solar zu. „Damit findet auch ein kleiner ‚Wirtschaftskrimi‘ seinen vorläufigen Abschluss“, sagte Wecker weiter. Erst kürzlich war die Schwesterfirma Asola Solarpower GmbH, die sich ebenfalls in der Insolvenz befand, von dem chinesischen Energiekonzern STGCON übernommen. Dieser zeigte großes Interesse gerade an der Automotive-Sparte von Asola und will diese nach eigenen Angaben auch fortführen.

Der Gründer und Geschäftsführer der Asola-Gruppe, Reinhard Wecker, übernimmt auch die Geschäftsleitung der neugegründeten a2-Solar. Er hatte sich stark engagiert, dass die Automotive-Sparte nicht in den Besitz des chinesischen Unternehmens übergeht. Asola war in die Insolvenz gerutscht, nachdem mit Fisker Automotive einer der Hauptkunden seine Zahlungsunfähigkeit angemeldet hatte. Wecker begrüßte nun die Entscheidung der Gläubigerversammlung. Die spezielle Technologie der sphärisch gewölbten Solarmodule für die Autoindustrie könnten damit in Thüringen weiterentwickelt und produziert werden. Die a2-Solar hat auch einen namhaften Partner aus Deutschland gefunden, der beim Vertrieb der Technologie auch in Asien und den USA helfen soll. Den Namen wollte Wecker auf Nachfrage von pv magazine nicht nennen.

Die Zentrale der a2-Solar wird in Erfurt sein. Neben den Solarmodulen für die Autoindustrie wolle der Hersteller künftig auch Module zur Gebäudeintegration und die entsprechende Systemtechnik anbieten. Auch die Standardmodule der Asola-Gruppe würden derzeit wieder verstärkt nachgefragt. Nach Angaben von Wecker wird derzeit über eine Wiederaufnahme der Fertigung dieser Module nachgedacht. (Sandra Enkhardt)