Isofoton kurz vor der Insolvenz?

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Isofotón hat am 4. Juni einen Termin beim Handelsgericht in Málaga. Wie aus der Pressemeldung hervorgeht, will das spanische Photovoltaik-Unternehmen ein „gerichtliches Umstrukturierungsverfahren“ beantragen. Wahrscheinlich ist Isofotón zahlungsunfähig: Die Gründe für den Gang zum Handelsgericht sind der Mitteilung zufolge unvorhergesehene Verbindlichkeiten, die aus alten Managemententscheidungen entspringen, die gescheiterte Refinanzierung der Bankschulden sowie die aktuelle Lage auf dem Photovoltaik-Markt.
Mit den „unvorhergesehenen Verbindlichkeiten“ meint Isofotón wahrscheinlich eine aktuelle Klage des US-amerikanischen Silizium-Produzenten Hemlock vor dem Gerichtshof von Michigan (USA): Hemlock will erreichen, dass Isofotón beim Hemlock Schulden von Isofotóns Waferzulieferer Global Sun in Höhe von 96 Millionen US-Dollar (74 Millionen Euro) begleicht; Grundlage ist eine entsprechende Klausel in einem 2005 unterzeichneten Silizium-Liefervertrag. Unvorhergesehen ist aus Unternehmenssicht auch, dass Isofotón staatliche Fördermittel an Spanien zurückzahlen muss.
Während des geplanten Verfahren soll der laufende Geschäftsbetrieb Isofotón zufolge unverändert weiterlaufen. Das Unternehmen bemühe sich um eine endgültige Einigung, die die Rechte und Interessen der Arbeitnehmer, Gläubiger und Aktionäre sowie gleichzeitig die Rentabilität des Geschäfts gewährleiste. (Petra Hannen)

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