Bosch will SMA Konkurrenz machen

Bosch will künftig selbst Wechselrichter für Photovoltaik-Anlagen produzieren. Der Stuttgarter Konzern plane den Aufbau einer „Fertigung im großen Stil“, berichtet die „Frankfurter Rundschau“ (Dienstagausgabe) mit Verweis auf Industriekreise. Bosch-Sprecher Andreas Kempf bestätigte, dass das Unternehmen bereits im Januar die  Tochter Bosch Powertec gegründet habe, die sich mit Wechselrichtern beschäftige. Allerdings sei der Markteintritt und die Produktpalette, die Bosch anbieten werde, noch ungewiss, so Kempf weiter. Die "Frankfurter Rundschau" hatte berichtet, dass ein schneller Markteintritt geplant sei und Bosch hochwertige Produkte herstellen, gleichzeitig aber die Preise der Konkurrenz unterbieten wolle. Konkrete Investitionsentscheidungen seien noch nicht getroffen, hieß es in dem Bericht weiter. 

Der Automobilzulieferer ist seit Sommer 2008 bereits im großen Stil im Photovoltaik-Geschäft aktiv. So übernahm Bosch vollständig oder teilweise Ersol Solar Energy, Aleo Solar und Johanna Solar. In Arnstadt eröffnete das Unternehmen vor rund zwei Monaten sein neues Photovoltaik-Zentrum. Neben der Produktion von Solarzellen und –module sind dort auch die Forschungsaktivitäten des Konzerns für die Photovoltaik angesiedelt. Außerdem baut Bosch derzeit weitere Fertigungen in Frankreich und Malaysia auf. "Mit der Produktion von Wechselrichtern wird Bosch nun die letzte Lücke in der Wertschöpfungskette schließen", sagte Sprecher Andreas Kempf.

Bei Wechselrichtern dominiert bislang unangefochten die SMA Solar Technology AG aus dem hessischen Niestetal den Markt. Alles zu den Entwicklungen auf dem Wechselrichter-Markt können Sie auch in der kommenden Ausgabe der photovoltaik (10/2011) in unserem Ranking nachlesen. Das Heft erscheint am 6. Oktober. (Sandra Enkhardt)