Spectrawatt meldet Insolvenz an

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Spectrawatt Inc. hat nach einem Bericht des „Poughkeepsie Journal“ nach Chapter 11 offiziell Insolvenz an. Der Solarzellen-Hersteller wolle nun seine Vermögensgegenstände versteigern. Mit Zustimmung des US-Konkursgerichts könnte dies bereits bis zum 28. September erfolgen. Ideal wäre es, wenn ein Käufer für die komplette Anlage  gefunden würde, sagte Spectrawatts Insolvenzanwalt Mark Wege. Dann könnte das Werk in Wiccopee vielleicht wiedereröffnet werden. Andernfalls werde das Photovoltaik-Unternehmen sein Equipment und die Produktionsanlagen auch einzeln verkaufen. Der Kaufpreis insgesamt werde voraussichtlich geringer sein als die Schulden des Solarzellen-Herstellers, sagte Anwalt Wege weiter. Das Unternehmen habe rund 38,7 Millionen US-Dollar Schulden. Ursache für den Konkurs von Spectrawatt seien nach Gerichtsunterlagen vor allem Mängel bei den Produktionsanlagen sowie den angelieferten Siliziumwafern. Dies hab zu einer verminderten Qualität der von Spectrawatt produzierten Solarzellen sowie zu einer Verzögerung bei Auslieferungen geführt, was sich letztlich auf die Preise und den Gewinn des Herstellers auswirkt habe.

Bereits zum Jahreswechsel hat der US-Solarzellenhersteller Spectrawatt angekündigt, seine Produktion im März 2011 einstellen zu wollen. Der Hersteller, der ein Spin-off der Technologiefirma Intel und an dem auch das deutsche Photovoltaik-Unternehmen Solon SE beteiligt war, fuhr die erst im Mai 2010 begonnene Produktion wieder runter und entließ knapp 120 Mitarbeiter. Die Unternehmensführung gab damals als Begründung an, dass wegen des harten Winters in Europa die Nachfrage nach Solarzellen drastisch eingebrochen sei. Bereits damals habe die Suche nach einem neuen Investor im In- und Ausland begonnen.

Der Konkurs von Spectrawatt hat "keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftszahlen" des ebenfalls angeschlagenen Berliner Photovoltaik-Unternehmens Solon, wie ein Solon-Sprecher auf Anfrage der photovoltaik sagte. Die ursprüngliche Beteiligung von 16 Prozent sei bereits vollständig abgeschrieben worden. (Sandra Enkhardt)

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