Trina Solar muss Einbußen hinnehmen

Trina Solar Ltd. hat ebenfalls unter der schwachen Nachfrage auf den Photovoltaik-Märkten weltweit gelitten. Besonders hart hätten den chinesischen Hersteller die Einschnitte bei der Solarförderung getroffen, teilte Trina Solar mit. Der Umsatzrückgang sei auf die Probleme bei der Finanzierung am Endkundenmarkt sowie die hohen Lagerbestände sowie teilweise auf die jüngsten gesetzlichen Änderungen und die Reduzierung der Photovoltaik-Einspeisetarife in Italien zurückzuführen, sagte Vorstandschef Jifan Gao bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. Zwar konnte das chinesische Unternehmen im zweiten Quartal 2011 mehr Solarmodule verkaufen als noch im Vorquartal. Die Auslieferungen seien um 23,7 Prozent auf etwa 396 Megawatt gestiegen, doch der Umsatz sei nur um 5,2 Prozent auf 579 Millionen US-Dollar im gleichen Zeitraum gestiegen. Der Bruttogewinn habe bei 98,3 Millionen US-Dollar gelegen. Dies sei ein Minus um 35 Prozent gegenüber dem Vorquartal und ein Rückgang um 17,3 Prozent im Vergleich zum 2. Quartal 2010, teilte Trina Solar weiter mit. Das EBIT-Ergebnis habe bei 32,8 Millionen US-Dollar gelegen. Dies stellt einen deutlichen Rückgang zum ersten Quartal dar, als Trina Solar noch 84,5 Millionen US-Dollar erreichte. Insgesamt sei ein Nettogewinn von 11,8 Millionen Euro erzielt worden. Im ersten Quartal habe dies noch bei 47,7 Millionen US-Dollar gelegen, hieß es weiter.

Im dritten Quartal erwarte Trina Solar eine deutliche Reduzierung seiner Herstellungskosten. Außerdem solle dann ein Großteil der Neuaushandlungen der langfristigen Lieferverträge für Silizium und Wafer abschlossen sein, teilte das Unternehmen weiter mit. Es gebe auch bereits deutliche Anzeichen für ein Anziehen der Nachfrage auf den europäischen und nordamerikanischen Photovoltaik-Märkten im zweiten Halbjahr 2011. Überdies sei nach der Verkündung der Einspeisetarife zum 1. August eine deutliche Belebung des chinesischen Photovoltaik-Marktes zu erwarten. (Sandra Enkhardt)