Conergy hat Ärger mit Aktionären

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Die Conergy AG fühlt sich nach einem Medienbericht von acht Aktionären erpresst. Diese Anteilseigner wollen verschiedene Beschlüsse der Hauptversammlung des Solarkonzerns vor dem Hamburger Landgericht anfechten, wie die „Financial Times Deutschland“ (Dienstagausgabe) berichtet. Dabei gehe es um die Entlastung des Vorstands und Aufsichtsrates sowie die die Ermächtigung zur Kapitalerhöhung und zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen, wie sich aus einer Veröffentlichung des Photovoltaik-Unternehmens im elektronischen Bundesanzeiger ergebe. "Das sind professionelle, räuberische Aktionäre, die Conergy erpressen wollen", hieß es aus Unternehmenskreisen gegenüber der FTD.

Bereits im Jahr 2008 hatte Conergy Ärger mit seinen Aktionären. Wegen Formfehler klagten damals verschiedene Anteilseigner gegen den Beschluss zur Kapitalerhöhung. Conergy hat sich mittlerweile mit den Aktionären verglichen und jedem rund 70.000 Euro gezahlt, damit sie ihre Klagen zurückziehen, wie die FTD weiter berichtet. Mittlerweile habe das Photovoltaik-Unternehmen die Möglichkeit ein Freigabeverfahren anzustrengen. Das würde Conergy erlauben, trotz der Klagen der Aktionäre die Beschlüsse der Hauptversammlung umzusetzen. Allerdings plane Conergy derzeit keine entsprechenden Schritte einzuleiten. Eine außerordentliche Hauptversammlung ist noch für Anfang dieses Jahres geplant. Dort sollen die Aktionäre das Rettungspaket beschließen, auf das sich die Gläubiger des angeschlagenen Photovoltaik-Unternehmens kurz vor Weihnachten geeinigt hatten. Es beinhaltet unter anderem eine massive Entschuldung von Conergy sowie eine anschließende Kapitalerhöhung. (Sandra Enkhardt)

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