Grafik zur Stromerzeugung im Vergleich zum 1. Halbjahr 2013


Grafik: Bruno Burger, Fraunhofer ISE

Photovoltaik und Wind legen im 1. Halbjahr kräftig zu

02. Juli 2014 | Hintergrund, Politik und Gesellschaft, Märkte und Trends, Topnews

Das Fraunhofer ISE hat die Entwicklung der Stromerzeugung im ersten Halbjahr analysiert. Aufgrund der milden Witterung erhöhte sich vor allem die Stromproduktion aus Photovoltaik- und Windkraft. Insgesamt hatten sie im ersten Halbjahr einen Anteil von 17 Prozent an der gesamten Stromerzeugung. Alle Erneuerbaren zusammen kamen auf 31 Prozent.

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Die Energiewende in Deutschland geht weiter. Nach einer Analyse des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) gab es im ersten Halbjahr eine hohe Stromproduktion aus Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen. Die Produktion von Solarstrom sei gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 um 28 Prozent auf 18,3 Terawattstunden gestiegen; die Windenergie legte um knapp 19 Prozent auf 26,7 Terawattstunden zu. Allein im Juni hätten die Photovoltaik-Anlagen doppelt soviel Strom produziert wie die Windkraftanlagen. Gemeinsam kämen die beiden erneuerbaren Stromquellen auf mehr als 45 Terawattstunden, was rund 17 Prozent der gesamten Energieerzeugung entspreche, so das Ergebnis der Wissenschaftler aus Freiburg. Alle Erneuerbaren zusammen hätten im ersten Halbjahr 81 Terawattstunden sauberen Strom produziert und damit rund 31 Prozent Anteil erreicht.

Die Stromproduktion der Atomkraftwerke sei konstant geblieben, hieß es weiter. Dagegen sei die Produktion der Braunkohlekraftwerke um etwa vier Prozent gesunken. Allerdings habe es 2013 auch eine Rekordproduktion aus Braunkohle gegeben. Die Werte für das erste Halbjahr lägen immernoch etwa fünf Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Produktion aus Steinkohlekraftwerken sei um etwa elf Prozent geringer als im Rekordjahr 2013, liege aber immer noch auf einem ähnlichen Niveau wie in den Jahren davor, schreiben die Wissenschaftler. Den stärksten Rückgang mit etwa 25 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 habe es bei den Gaskraftwerken gegeben. Damit habe sich die Produktion aus Gaskraftwerken gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 mittlerweile halbiert.

Weiter gestiegen ist auch der Stromexport. Bereits 2013 habe es einen Rekordüberschuss gegeben. Im ersten Halbjahr 2014 sei der Exportüberschuss nun auf 18,3 Terawattstunden gestiegen, nach 14,4 Terawattstunden im ersten Halbjahr 2013. Der Großteil der Exporte fließe in die Niederlande, gefolgt von Österreich, Schweiz und Polen. Wenn sich der Trend fortsetze, könnte zum dritten Mal in Folge ein neuer Rekordüberschuss für das Gesamtjahr erreicht werden, schreiben die Forscher des Fraunhofer ISE. (Sandra Enkhardt)

Die detaillierte Auswertung von Bruno Burger finden Sie auf der Website des Fraunhofer ISE. Das Freiburger Institut hat zudem am Mittwoch eine umfassende Energiedatenbank online gestellt. Dort sind Grafiken zur Stromerzeugung aus allen konventionellen und erneuerbaren Quellen, Import und Export verfügbar.

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