Solarpark von Bejulo in Potsdam

Demnächst werden Photovoltaik-Freiflächenanlagen nur noch über Ausschreibungen gefördert.
Foto: Bejulo

2. Photovoltaik-Ausschreibungsrunde dreifach überzeichnet

06. August 2015 | Ausschreibungen, Politik und Gesellschaft, Topnews

Insgesamt 136 Gebote sind bei der Bundesnetzagentur in der zweiten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen eingegangen. Die Auswertung läuft noch.

Diesen Artikel teilen

Melden Sie sich jetzt kostenlos für unseren täglichen Newsletter an.

Zur Anmeldung

136 Gebote sind für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in der am Montag zu Ende gegangenen Ausschreibungsrunde gemacht worden. Das Ausschreibungsvolumen von 150 Megawatt sei dabei mehr als dreifach überzeichnet, teilte nun die für die Auktion zuständige Bundesnetzagentur mit. Das Bundeswirtschaftsministerium wertet dies erneut als Erfolg seines Strategiewechsels. „Auch die zweite Ausschreibungsrunde in diesem Jahr verläuft erfolgreich. Wir sind gespannt, welche Ergebnisse das in dieser Runde erstmalig angewandte sogenannte Einheitspreisverfahren in Hinblick auf die Höhe des Zuschlagswerts liefern wird", erklärte Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

Die Bundesnetzagentur prüft derzeit noch die Zulässigkeit der Gebote. Anschließend würden die Zuschläge bekanntgegeben. Nach der Verordnung hat die Bundesnetzagentur wenige Werktage Zeit für die Erteilung der Zuschläge. Diesmal kommt allerdings nicht das pay-as-bid-Verfahren zum Einsatz wie in der 1. Runde, bei dem die Bieter ihren gebotenen Preis für den Solarstrom erhalten. Die Bundesnetzagentur wendet in der zweiten Runde das uniform-pricing-Verfahren an. Das bedeutet, dass der Preis durch das letzte, noch bezuschlagte Photovoltaik-Projekt bestimmt wird. Dieser Wert wird dann auch allen anderen bezuschlagten Bietern gezahlt. Aus diesem Grund wird die Bundesnetzagentur den Einheitspreis auch erst bekanntgeben, wenn klar ist, ob es ein Nachrückverfahren gibt. Mit einem Nachrückverfahren, dass durchgeführt wird, wenn nicht alle bezuschlagten Bieter fristgerecht die Zweitsicherheit hinterlegen, würde sich der Einheitspreis noch weiter erhöhen.

In der ersten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen waren 37 der insgesamt 170 abgegebenen Gebote wegen formaler Fehler ausgeschlossen worden. Die Bundesnetzagentur erteilte damals 25 Zuschläge für Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 157 Megawatt. Die Preise für die bezuschlagten Projekte lagen zwischen 8,48 und 9,43 Cent je Kilowattstunde. 11 der 25 Zuschläge erhielt dabei die Sybac-Gruppe. (Sandra Enkhardt)

Direkt kommentieren

Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.

Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.

Kommentare

Kommentieren
Kommentar schreiben
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  
Copyright 2014 © pv magazine

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Branchennews!

photovoltaic (pv) news on topics like thin film and feed-in tariffs and events like Intersolar Europe

Internationale Photovoltaik-News auf Englisch

Spanische Photovoltaik-News aus Lateinamerika