Seit über 20 Jahren besteht das Kinderzentrum „Nadeshda“ (Hoffnung) etwa 80 km nördlich von Minsk im Gebiet Wilejka in der Republik Belarus. Das deutsch-belarussische Gemein- schaftsprojekt bietet Erholung und Rehabilitation für Kinder aus den immer noch mit Radioaktivität stark belasteten Regionen im Südosten der Republik Belarus. Jährlich werden über 5000 Kinder und Jugendliche (2016) über mehrere Wochen sozialpädagogisch und medizinisch betreut. Insgesamt haben sich dort schon über 90.000 Kinder erholt. Das Zentrum besteht aus drei großen Schlafhäusern, Schule, Medizingebäude, Sport- und Kulturkomplex, Mensa (erweitert für 300 Kinder), Wasserbehandlungsanlage, Holz- Heizungsanlage und Gästehäusern. Aktuell ist ein Schwimmbad im Bau. Die Infrastruktur- entwicklung des Zentrums wird seit Jahren durch ehrenamtliche Handwerker- und Experteneinsätze von Hilfsorganisationen aus Deutschland unterstützt. Zudem gibt es internationale Unterstützergruppen u.a. in Schottland, Italien und Japan.
Ökologische Energie
Die Beheizung des Zentrums wurde auf große Holzheizungsanlagen umgestellt, die zahlreichen Gebäude mit Nahwärme versorgen. Hinzu kommen solarthermische Anlagen für die Warmwasserbereitung. Der Energieverbrauch pro Übernachtung wurde um mehr als 30% gesenkt. Im Jahr 2016 wurde ein Energiemanagementsystem zur Fernablesung von Verbrauchswerten installiert. Im Zentrum wird ein Umweltmanagementsystem praktiziert. Vor Ort gibt es eine Bio-Landwirtschaft.
Projekt Solarsolidarität
Mit dem geplanten Bau einer Photovoltaikanlage mit 650 kW Spitzenleistung soll nun auch der Stromverbrauch (bilanziell) und damit das gesamte Kinderzentrum vollständig aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Die Anlage wird auf einer nicht mehr genutzten Ackerfläche im Dorf Ilya in der Nähe des Zentrums gebaut. Den Kosten der Anlage von ca. 850.000 €, die durch die erfahrende deutsche Firma MAXsolar aus Traunstein projektiert wird, steht eine Stromvergütung von ca. 20 ct/kWh gegenüber. Der Stromertrag eines Anteils von 1 kW für 1300 € kann dann jährlich ca. 15 Aufenthaltstage für ein Kind finanzieren. So spendet die Sonne nachhaltig die Energie für die Erholung der Kinder.
Spenden für Solarenergie helfen der Kindererholung
Träger des Projektes ist der Verein „Freunde Nadeshdas e.V.“ in dem sich mehrere Tschernobyl-Hilfsvereine in Deutschland zusammengeschlossen haben, so auch der Frankfurter Verein „Leben nach Tschernobyl e.V.“. Finanzielle Unterstützung gaben bisher die Umweltstiftung Greenpeace und die Ökostromanbieter Greenpeace Energy und Energiewerke Schönau. Die Mainova AG, Frankfurt am Main trug mit Mitteln aus ihrem Ökostromvertrieb mit dem „Grüner Strom Label (GSL)“ einen ansehlichen Förderbeitrag bei. Es verbleibt jedoch noch eine Lücke, so dass weitere Spenden für das Projekt willkommen sind. Der Bau der PV-Anlage wird im Juli beginnen und im Jahr 2017 abgeschlossen werden.
Das Projekt „Solarsolidarität“ zeigt auf, dass in Belarus, wo ca. 100 km entfernt vom Kinderzentrum Nadeshda in Astravets zwei neue große Atomkraftwerke im Bau sind, eine vollständige Versorgung mit regionalen erneuerbaren Energien möglich ist. Das Kinderzentrum und das Projekt zeigen, wie Energiewende, Klimaschutz, Gesundheits- förderung von Kindern und die internationale Völkerverständigung verbunden werden können.
Kontakt:
Dr. Werner Neumann für den
Verein Leben nach Tschernobyl e.V., Frankfurt am Main,
Ludolfusstraße 2-4
60487 Frankfurt am Main
Träger des Deutsches Spendensiegels DZI.
Die Vereine „Freunde Nadeshda“ und „Leben nach Tschernobyl“ sind gemeinnützig anerkannt.
Internet: www.freunde-nadeshda.de
E-Mail: werner.neumann@bund.net
Tel. 0172 66 73 815
Adresse: Dr. Werner Neumann
Stammheimer Str. 8 B
63674 Altenstadt
Spenden an:
Leben nach Tschernobyl e.V.
Evangelische Bank Frankfurt
IBAN: DE03 5206 0410 0004 1144 00
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Solarsolidarität





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