Der vor uns stehende Transformationsprozess hin zu einer auf Wasserstoff basierenden Gesellschaft und Industrie kann nur in der gewünschten Geschwindigkeit sowie wirtschaftlich erfolgreich bewältigt werden, wenn Fachkräfte im ausreichenden Maße zur Verfügung stehen. Es werden Fachkräfte aus allen Ausbildungsbereichen vom Facharbeiter, Techniker und Meister über Ingenieure und Wissenschaftler benötigt, die entsprechende Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in den maßgeblichen Sektoren – Erzeugung, Infrastruktur, Anlagen, Industrie (insb. Stahl- und Chemieindustrie), Wärmeversorgung, Mobilität & Logistik – mitbringen.
Eine Sicherung des Fachkräftebedarfs kann nur mit gezielter Nachwuchsförderung gelingen. Voraussetzung dafür ist die Stärkung der MINT-Fächer in der Schule bspw. durch die Etablierung einer Infrastruktur für modernes Experimentieren. Es sind keine neuen Bildungsgänge und Programme im Bereich der Aus- und Weiterbildung erforderlich, vielmehr müssen die bestehenden Systeme gestärkt werden. Dies kann durch die bedarfsorientierte Integration von zusätzlichen Modulen und Schulungen auf Fach- und Sachebene erfolgen. Neben einem stärkeren Fokus auf duale Studiengänge und Interdisziplinarität im Bereich der universitären Ausbildung ist auch die internationale Suche nach Nachwuchskräften ein wichtiges Instrument der Bedarfssicherung. Grundsätzlich sollten die bestehenden Möglichkeiten der Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung im Bereich der Wasserstoffwirtschaft beworben werden, z.B. durch eine bundesweite Kampagne, welche die Attraktivität und die Zukunftsfähigkeit der Wasserstoffwirtschaft unterstreicht.
Das „Informations- und Grundlagenpapier des NWR zu Fachkräfte im Bereich Wasserstoff: Handlungsbedarfe“ steht hier als Download bereit.





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