Der Energiekonzern plant milliardenschwere Investitionen in Photovoltaik, Windenergie und Speicher. Der Vorstand stellte am Montagmorgen in Essen „die neue RWE“ vor, die nach Übernahme der Erneuerbaren-Portfolios von Eon und Innogy entstehen soll.
Nach der Genehmigung der Übernahme der RWE-Tochter durch den Konkurrenten erklärten die Mitglieder des Gremiums ihren Rücktritt zum 4. Oktober. Am 5. Oktober übernimmt der neue Mehrheitseigner das Ruder – wie die Liste der gerichtlich bestellten neuen Mitglieder zeigt.
Kurz nach der Freigabe der Transaktion hat Eon damit mehr als 426 Millionen Aktien übernommen. Die Innogy-Aufsichtsräte legen zum 4. Oktober ihre Mandate nieder. Die Übernahme schürt bei vielen Konkurrenten weiter große Sorgen, da sie eine Monopolstellung der neuen Energieriesen in verschiedenen Sektoren fürchten.
Lange hat es gedauert, doch jetzt können die Energieriesen ihr großes Tauschgeschäft abschließen. Kritik an der Genehmigung kommt von der Konkurrenz, die eine vorherrschende Marktmacht Eons nach Abschluss der Transaktion fürchten. Der Energiekonzern will nun seinerseits keine weitere Zeit bei der Integration von Innogy mehr verlieren.
Sobald die EU-Kommission die Übernahme der Innogy-Anteile von RWE und anderen Aktionären genehmigt hat, soll die Innogy SE auf die Eon Verwaltungs SE verschmolzen werden. Teil dieses Plans ist ein umwandlungsrechtlicher Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre.
Genau wie der Konkurrent erwartet auch RWE die Übernahme der Tochter Innogy durch Eon für September. Im ersten Halbjahr konnte der Energiekonzern seine Ergebnisse verbessern.
Einen Überblick über den inhaltlichen Rahmen und die nächsten Schritte der Kohleausstiegsgesetzgebung hat das Bundeswirtschaftsministerium jetzt in Berlin vorgelegt. Die Empfehlungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ von Anfang 2019 werden demnach kontinuierlich umgesetzt.
Zunächst wollen die Energiekonzerne einer Power-to-Wasserstoff-Anlage die Machbarkeit prüfen. Der grüne Wasserstoff vor Ort könnten aus dem angrenzenden Windpark produziert werden.
Die EU-Kommission hat die zweite Prüfphase im März eröffnet und Eon ist weiter optimistisch, die Erlaubnis für die Übernahme der RWE-Tochter zu bekommen. Im ersten Quartal konnte der Energiekonzern sein Ergebnis im Erneuerbaren-Geschäft deutlich steigern.
Der Energiekonzern legt seine Pläne für ein neues Braunkohlekraftwerk im Rheinischen Revier ad acta. Ursprünglich sollte das Vorhaben „BoAplus“ am Standort Niederaußem weniger effiziente Kohlekraftwerke ersetzen.