Eon betrachtet den Milliardendeal mit RWE damit als abgeschlossen, die verbleibenden Kleinaktionäre erhalten eine Barabfindung. Allerdings haben elf Versorger gegen das Geschäft Klage eingereicht.
Zusammen mit zehn weiteren Energieversorgern hat die Naturstrom AG Klage beim Gericht der Europäischen Union (EuG) eingereicht, gegen den geplanten „Zusammenschluss“ von RWE und Eon. Die Klage richtet sich allerdings nicht gegen die Konzerne selbst, sondern gegen die Europäische Kommission, die den Plänen der Unternehmen im letzten Jahr grünes Licht gegeben hatte. Aus Sicht der […]
Der Ökostromanbieter fürchtet erhebliche Einschränkungen im Wettbewerb durch die Fusion der beiden deutschen Energieriesen. Wenn die Klage von Naturstrom erfolgreich ist, müsste die EU-Kommission die Freigabe zurückziehen und erneut kartellrechtlich prüfen.
Die Unternehmen haben ein Absichtserklärung für die Entwicklung eines rund 130 Kilometer langen, öffentlich zugänglichen Netzes zur Erzeugung von grünem Wasserstoff von Lingen nach Gelsenkirchen unterzeichnet. Die Produktion des 100-Megawatt-Elektrolyseurs soll bis Ende 2022 aufgenommen werden.
Der Konzern hat sein Nettoergebnis 2019 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Sogar in den Sparten Braunkohle und Kernenergie erzielte RWE einen höheren Gewinn als 2018. In den kommenden drei Jahren will der Konzern weltweit fünf Milliarden Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren.
Es bleibt bei der Barabfindung von 42,82 Euro je Aktie. Der Versuch, der verbliebenen Innogy-Minderheitsaktionäre noch mehr herauszuholen schlug fehl.
Die Barabfindung der letzten Aktionäre setzt den Schlusspunkt unter die Verschmelzung der Innogy SE mit der Eon Verwaltungs SE – und damit unter die umfassende Neuordnung ihrer Geschäftsfelder, die Eon und RWE vor knapp zwei Jahren vereinbart hatten. Die Minderheitsaktionäre sind mit der Abfindungshöhe jedoch nicht zufrieden.
Eine „Aufkündigung des Kohle-Kompromisses“ kritisieren mehrere frühere Mitglieder der sogenannten Kohlekommission. Die von Bund und Ländern beschlossenen Abweichungen von den Empfehlungen der Kommission gehen aus ihrer Sicht „gravierend und einseitig zu Lasten von Klimaschutz und Tagebaubetroffenen“.
Mit dem 100-Megawatt-Solarpark in Texas will der neu aufgestellte, deutsche Energiekonzern seine ambitionierten Wachstumsziele im Erneuerbaren-Bereich unterstreichen. Jährlich 1,5 Milliarden Euro netto will RWE nach eigenem Bekunden künftig in diesem Sektor investieren.
Eon-Vorstand Leonhard Birnbaum löst Uwe Tigges als Vorsitzenden des Innogy-Vorstands ab. Neuer Vorsitzender des Innogy-Aufsichtsrates ist Eon-Chef Johannes Teyssen.