In Zusammenarbeit mit Esforin will das Hamburger Unternehmen, die Flexibilitäten aus Photovoltaik-Heimspeicher, Wärmepumpen und Ladesäulen künftig am Intraday-Markt handeln. Mit der aktiven Steuerung lassen sich nach Ansicht von 1Komma5° hohe zusätzliche Einnahmen für die Haushalte erzielen. Die notwendigen Algorithmen liefert Esforin.
Im ersten Schritt sollen bis zu 10.000 Neukunden in Deutschland mit dem intelligenten Messsystem ausgestattet werden. Die Erlöse aus dem Verkauf des Solarstroms an der Strombörse sollen direkt an die Photovoltaik-Anlagenbetreiber durchgereicht werden, die eine monatliche Grundgebühr von 9,90 Euro zahlen.
Das Berliner Unternehmen verdoppelt damit fast die aktuell geltende feste EEG-Einspeisevergütung für den erzeugten Solarstrom für Neukunden. Nach Angaben von Enpal kann ein durchschnittlicher Haushalt durch die Direktvermarktung jährlich über Zusatzeinnahmen von mehr als 500 Euro freuen und soll sich um nichts kümmern müssen.
Seit 2021 sind die Preise an der Strombörse immer weiter gestiegen. Höhere CO2-Kosten und Kapazitätsprobleme der französischen Atomwirtschaft machten den Anfang. Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine kam eine massive Gaskrise in der EU hinzu. Aus den Problemen der französischen Atomwirtschaft wurde ein Desaster (mehr dazu in einem zeitnahen weiteren Beitrag). Der Klimawandel zeigt […]
Interview: Mit der Zusammenarbeit müssen Betreiber von Photovoltaik-Anlagen nach Abschluss der Finanzierung nicht noch in Verhandlungen mit einem Direktvermarkter treten. Aus Sicht der Unternehmen eine Vereinfachung, die die Energiewende in Deutschland beschleunigen kann, wie Jörg-Uwe Fischer, Fachbereichsleiter New Energies bei der Deutschen Kreditbank (DKB) erklärt.
Die Rückforderungen betreffen Betreiber, die ihre Photovoltaik-Anlagen zwischen 1. April 2012 und 31. Juli 2014 in Betrieb genommen haben. Nach dem Marktintegrationsmodell müssen sie zehn Prozent der erzeugten Solarstrommenge direkt verbrauchen oder selbst vermarkten. Im Falle der Direktvermarktung sollen die Erlöse auf die Höhe der Einspeisevergütung gedeckelt werden. Eon Edis kündigt daher Rückforderungen an, da der deutlich höhere Marktwert an die Betreiber ausgezahlt wurde.
Interview: Die stark gestiegenen Preise an der Strombörse sorgen für zusätzliche Attraktivität der Direktvermarktung. Ampere Cloud bietet seinen Kunden nun ein eigenes Produkt dazu an, mit dem Betreiber „krasse Mehrerlöse“ erzielen können, wie Geschäftsführer Florian Strunck erklärt.
Das Unternehmen wird trotz laufenden Insolvenzverfahrens weitergeführt und sucht Investoren. Derzeit sollen bereits viel versprechende Gespräche mit Interessenten laufen.
In seiner Photovoltaik-Strategie plädiert der BDEW für mehr Flächen, weniger Bürokratie, attraktivere Rahmenbedingungen und innovative Konzepte. Ohne einen Photovoltaik-Boom seien die Klimaziele nicht zu erreichen.
In der Hauptstadt entstehen auf Gebäuden der öffentlichen Hand immer wieder Photovoltaik-Anlagen. Viele sind aber aufgrund der gesetzlichen Regulierung nicht so groß, wie sie sein könnten, und werden primär auf den solaren Eigenverbrauch ausgelegt.