Der Freistaat hat im ersten Halbjahr rund 560 Megawatt mehr Photovoltaik-Leistung zugebaut. Allerdings bereitet der Rückgang bei den Dachanlagen zwischen 300 und 750 Kilowatt nach Auslaufen der Übergangsfrist im zweiten Quartal Sorgen.
Das Produkt soll besonders leicht bei privaten Photovoltaik-Dachanlagen zu installieren sein. Die Ausgangsleistung der neuen Wechselrichter „blueplanet NX1 M2“ liegt zwischen drei und fünf Kilovoltampere.
Der starke Photovoltaik-Zubau bei Dachanlagen führt aufgrund des „atmenden Deckels“ zu einem stetigen Sinken der Einspeisevergütung. Dies macht den Betrieb von Photovoltaik-Dachanlagen ab 9 Kilowatt bei geringem Eigenverbrauch unwirtschaftlich. Eine 15-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage mit einem gekoppelten 15 Kilowattstunden Speicher bringt dagegen wieder eine leichte Rendite, wie die Bonner Analysten im Auftrag von E3/DC ermittelten.
Die Umweltbank hat ihr Finanzierungsangebot auf große Photovoltaik-Dachanlagen ausgeweitet, die sich mit dem EEG 2021 in separaten Ausschreibungen um Zuschläge bemühen. Das Interesse der Projektierer ist groß und die Umweltbank verspricht sich viel von diesem Segment, wie Holger Donhauser, Teamleiter Finanzierung Energie-& Infrastrukturprojekte im Interview mit pv magazine erklärt. Aber auch bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen und PPA-Projekten ist die Nachfrage nach Finanzierungen ungebrochen.
Die Spanne bei den Zuschlägen reichte von 5,35 bis 7,89 Cent pro Kilowattstunde. Bei der parallel stattfindenden Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen, deren Ergebnisse die Bundesnetzagentur ebenfalls veröffentlichte, lagen die Zuschlagswerte zwischen 4,59 und 5,09 Cent pro Kilowattsunde. Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt zwar die getrennten Ausschreibungen von Freiflächen- und Dachanlagen, dennoch sollte die Ausschreibungspflicht bei Dachanlagen erst ab einer Leistung von einem Megawatt greifen.
Alle Segmente legten kräftig zu – insgesamt erhöhte sich die neu installierte Leistung gegenüber 2019 um fast 50 Prozent. Die Photovoltaik deckte 4,7 Prozent des Strombedarfs der Schweiz ab.
Den Modulwirkungsgrad gibt der chinesische Photovoltaik-Hersteller mit bis zu 21,2 Prozent an. Wie bei allen Solarmodulen der „Vertex“-Serie setzt Trina Solar auf 210-Millimeter-Wafer. Zudem errichte das Unternehmen einen neuen Wirkungsgrad-Rekord von 23.03 Prozent für seine monokristallinen p-type-Solarmodule.
Die Realisierung von Photovoltaik-Dachanlagen ist gegenüber den Vormonaten deutlich zurückgegangen. Im Juli sinkt die Solarförderung erneut um 1,4 Prozent.
Ewz hat den Bau der Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt rund 15 Megawatt Gesamtleistung übernommen. An einigen Filialen sind zudem Ladestationen entstanden und die Elektrofahrzeuge können künftig mit Solarstrom betankt werden.
In dem Monat sind vor allem viele Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit Zuschlägen aus den Ausschreibungen ans Netz gegangen. Nach der Änderung der Solarförderung für Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 300 und 750 Kilowatt ist die Nachfrage in dem Segment im Gegensatz zum März rückläufig.