Der Beitrag erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung stieg auf 18,3 Terawattstunden und damit auf einen Anteil von 41,1 Prozent – zehn Prozentpunkte mehr als noch 2019. Die stärkste erneuerbare Energie im Stromsektor war 2020 erneut die Photovoltaik. Und auch im Wärme- und im Verkehrssektor nahm in dem Bundesland der Erneuerbaren-Anteil zu.
Zehn Millionen Euro stellt das Bundesland für die Jahre 2021 und 2022 zur Verfügung. Damit sollen Batteriespeicher gefördert werden, die in Verbindung mit einer neuen Photovoltaik-Anlage installiert werden.
Die neu installierte Photovoltaik-Leistung stieg damit um 35 Prozent gegenüber 2019. Der Photovoltaik-Zubau im Ländle lag damit über der bundesweiten Steigerungsrate.
Die Landeszuschüsse aus der laufenden Runde des Förderprogramms INPUT wurden an elf Projekte vergeben. Die geförderten Ladepunkte lassen sich flexibel ins Stromnetz einbinden.
Die Landesverbände von BUND und NABU, der LNV und die Bodensee-Stiftung bewerten die Photovoltaik-Pflicht und die Neuauflage des Photovoltaik-Speicher-Förderprogramms positiv. Diese sind allerdings nicht ausreichend, um den notwenigen Zubau von durchschnittlich einem Gigawatt pro Jahr zu erreichen.
Die zweite Runde des Programms soll zum 1. März 2021 starten. Erneut sollen 10 Millionen Euro an Mitteln zur Verfügung stehen. Damit waren in der ersten Förderrunde rund 4000 Projekte bezuschusst worden, die einen Zubau von etwa 50 Megawatt Photovoltaik-Leistung und 31,5 Megawattstunden Speicherkapazität ermöglichten.
Mit einem Zubau von 1000 Megawatt pro Jahr könnte die Photovoltaik 2030 fast ein Viertel des Strombedarfs in Baden-Württemberg decken. Die Initiative wird von Energiewirtschaft, Handwerk und anderen Partnern aus dem Bundesland unterstützt.
Landesminister Franz Untersteller verlangt von der Bundesregierung, mit der EEG-Novelle bessere Bedingungen für die Photovoltaik zu schaffen. Die Stromversorgung des Bundeslandes im kommenden Winter betrachtet er als sicher.
Das Landesumweltministerium sieht die Energiewende auf einem guten Weg. Allerdings muss der Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Co. noch beschleunigt werden, damit die Energiewende auch im Wärme- und Verkehrssektor ankommt.
Mit einem Zubau von mindestens 1000 Megawatt pro Jahr könne die Photovoltaik-Leistung in Baden-Württemberg bis 2030 auf mehr als 16 Gigawatt erhöht werden. Das Festhalten der Landesregierung am 11-Gigawatt-Ziel sei das falsche Signal.