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Politik & Gesellschaft

Der neue Zankapfel

Netzausbau: Deutschland diskutiert über den Ausbau der Stromnetze. Doch der ist nur für Windenergie geplant – und die Photovoltaik muss für Polemiken wegen einer angeblichen Überlastung der Netze herhalten.

Deutsch-chinesischer Streit um japanisches Patent

Patente in China: Solarworld erhebt schwere Vorwürfe gegen die chinesischen Photovoltaikhersteller Solarfun und Suntech. Die Unternehmen sollen Patentrechte des japanischen Konzerns Shin-Etsu verletzen und sich so Wettbewerbsvorteile verschaffen. Damit steigerten sie den Wirkungsgrad einer Zelle um durchschnittlich ein halbes Prozent.

Forsche Forscher

Appell: Namhafte Energiewissenschaftler fordern von der Regierung sofortige und grundsätzliche Änderungen beim EEG. Der starke Ausbau der Photovoltaik bringt ihrer Meinung nach das gesamte Fördersystem ins Wanken.

In der Defensive

Sonderkürzung: Die Regierungskoalition will erneut außerplanmäßig die Fördersätze für Solarstrom absenken – die Solarbranche kommt ihr entgegen, um einen absoluten Deckel zu verhindern.

Nur der Sündenbock

Strompreise: Viele deutsche Energieversorger schieben die Schuld an den jüngsten Strompreiserhöhungen den Erneuerbaren in die Schuhe, allen voran der Photovoltaik. Zu Unrecht, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt. Auch wenn die EEG-Umlage steigt: Beschaffungskosten und Netzentgelte sind gesunken, die Gewinne der Unternehmen ordentlich und die kostenlos zugeteilten Emissionszertifikate milliardenschwer.

ZEW: Steigende EEG-Umlage gefährdet Akzeptanz

Die steigende Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien könnten zu einer sinkenden Akzeptanz von Photovoltaik, Wind und Biomasse in der Bevölkerung führen. Diese Befürchtung äußerten Experten in dem aktuellen ZEW-Energiemarktbarometer.

Nicht mehr als zwei Cent

Solarstromförderung: Der Bundesverband Solarwirtschaft ging beim diesjährigen Forum Solarpraxis mit einer Strategie in die Offensive, die die Kosten für Solarstrom begrenzt und gleichzeitig Deutschland als Produktionsstandort attraktiv macht. Allerdings kann das erst der Anfang gewesen sein.

Hoffen auf China

Klimagipfel: Die Stimmung vor den Klimagipfeln in Cancún und Durban ist schlecht. Das ist nicht gut für den Photovoltaikausbau, denn er ist zu einem großen Teil angetrieben von dem Wunsch, die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren.

Der Solarpark als Arche Noah

Biodiversität: Freiflächenanlagen schützen nicht nur das Klima. Sie können auch zu Inseln für bedrohte Pflanzen- und Tierarten werden, wenn der Naturschutz von Anfang an mit zu den Zielen gehört. First Solar hat mit verschiedenen Naturschutzverbänden, Projektentwicklern und Experten seit dem vergangenen Sommer den natürlichen Bestand von mehreren Modellparks untersucht.

Bedrohliche Harmonie

EU-Energiepolitik: Die einzelnen Mitgliedsstaaten sollten ihre Erneuerbaren abgestimmt fördern. Das wollen europäische Energiepolitiker genauso wie die Stromriesen durchsetzen. Die entscheidende Frage ist allerdings, welches Fördermodell dann als Vorbild dient.