Türkei: Seit Anfang des Jahres gilt in der Türkei ein neues Fördergesetz für Solarstrom. Mit rund zehn Eurocent fällt der Tarif deutlich geringer aus als von vielen erwartet. Dennoch sind einige Vertreter der Solarindustrie der Ansicht, dass sich die Produktion von Solarstrom in der Türkei lohnt. Mit oder ohne attraktive Subventionen.
Energiewende: Während nach der Fukushima-Katastrophe der mittlere und südliche Teil Japans von der Sommerhitze und hoher Luftfeuchtigkeit erfasst wird, ist die Stromversorgung ein heißes Thema. Die Diskussionen im Parlament und innerhalb der Regierung waren teilweise hitzig. Inzwischen scheint es, dass eine Abkehr von der Abhängigkeit der Kernkraft hin zur Nutzung erneuerbarer Energien die einzige von einer breiten öffentlichen Mehrheit akzeptierte Lösung ist.
Spanien: Auf die Regierung in Madrid rollt nach den rückwirkenden Tarifanpassungen für bestehende Solaranlagen eine Klagewelle zu. Derweil kristallisiert sich ein Hoffnungsschimmer am Markt heraus. Solaranlagen auf Industriedächern kommen voran. Eine Regelung des Eigenverbrauchs steht ebenfalls bevor.
Ghana: Sonne gibt es mehr als genug, trotzdem fristet die Photovoltaik in Ghana wie auch in vielen anderen afrikanischen Ländern bisher ein Schattendasein. Doch das beginnt sich nun in kleinen Schritten zu ändern. Mit einem neuen Energiegesetz und Einspeisetarifen soll auch die netzgebundene Photovoltaik vorangebracht werden.
China: Chinas Solarindustrie punktet bisher vor allem durch den Export. Doch nach der Katastrophe von Fukushima kommt Bewegung in die dortige Politik, und das Land erhöht seine Ausbauziele für Photovoltaik-Kraftwerke. Das Förderprogramm Golden Sun erlaubt den Eintritt in den zukunftsträchtigen Markt – und das könnte auch für manche Unternehmen aus Europa gelten.
Indische Inseln: Viele indische Inseln sind Meilen vom Festland entfernt, was einen Netzanschluss praktisch unmöglich macht. Hier spielt die Photovoltaik ihre Stärken aus und ist eine bedeutende Komponente der regenerativen Energieerzeugung.
Italien: Nach wochenlangem Ringen haben sich die zuständigen Minister auf eine Neuregelung der Solarförderung geeinigt. Das Conto Energia IV bietet weiterhin attraktive Bedingungen für Photovoltaikanlagen. Die Investitionen in große Solarparks bergen allerdings einige Risiken. Das neue Gesetz tritt zum 1. Juni in Kraft.
Portugal: Es gibt ein Mikro-Förderprogramm für Photovoltaik-Kleinanlagen bis 3,68 Kilowatt und ein neues Mini-Programm für Anlagen bis 250 Kilowatt. Aber im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien wird die Photovoltaik im sonnenverwöhnten Portugal weiterhin nur stiefmütterlich behandelt.
Griechenland: Während die Wirtschaft Griechenlands vor sich hin dümpelt und der Finanzmarkt des Landes um sein Überleben kämpft, entwickelt sich die hellenische Photovoltaikbranche prächtig. Diesen Umstand hat sie einer Regierung zu verdanken, die Schritt für Schritt den Weg für Photovoltaik frei macht.
Türkei: Ende 2010 verabschiedete die türkische Regierung ein Fördergesetz für erneuerbare Energien. Der Fördertarif für Solarstrom beträgt demnach 13,3 US-Cent pro Kilowattstunde. Als großer Wurf wird der Tarif nicht angesehen. Dennoch: Immer mehr Solarunternehmen zeigen in dem Land Präsenz, wie die Messe Solarex zeigt.