Analyse: Die Konkurrenz ist dem jahrelang führenden Wechselrichter-Hersteller SMA Solar Technology weltweit auf den Fersen. Ende Juli hat das Unternehmen nun seine prognostizierten Geschäftszahlen für das Jahr 2014 nach unten korrigieren müssen. Wird SMA nun dieselbe Entwicklung durchmachen, wie die meisten deutschen Modulhersteller? Eine Analyse von Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis AG und Herausgeber von pv magazine.
Der globale CO2-Ausstoß hat im Jahr 2013 mit 35,1 Milliarden Tonnen wieder ein neues Rekordniveau erreicht. Um den anhaltenden Anstieg mit erneuerbaren Energien zu bremsen, sind nach IWR-Berechnungen weltweite Investitionen in Höhe von 560 Milliarden Euro jährlich notwendig.
Energieversorger RWE will drei Kohlekraftwerke mit insgesamt rund 1000 Megawatt Leistung stilllegen. Marktforscher Pira Energy Group zufolge müssten in Deutschland deutlich mehr Kohlekraftwerke vom Netz gehen, um auf dem Strommarkt Nachfrage und Angebot wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Eher durchwachsene Zahlen präsentiert Singulus für das erste Halbjahr 2014, dem Unternehmen zufolge wegen Verzögerungen im Optical-Disc-Geschäft. Auch im Photovoltaik-Bereich ist die Geschäftsentwicklung verhalten.
Maschinenbauer Manz verzeichnet im ersten Halbjahr 2014 den bislang höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte. Auch das Photovoltaik-Segment trug zu den guten Zahlen bei.
Die Übertragungsnetzbetreiber setzen die unterjährige Abwicklung der EEG-Umlage auf selbst erzeugten und verbrauchten Strom vorerst aus. Denn bislang wurde dafür noch kein Melde- und Abrechnungsverfahren festgelegt.
Der Wechselrichter-Hersteller SMA liefert die Systemtechnik für das laut Unternehmen weltweit größte Photovoltaik-Diesel-Hybrid-Kraftwerk mit Batteriespeicher. Es entsteht in einer Region im Norden Boliviens, deren Stromnetz derzeit nur durch Diesel-Generatoren gespeist wird.
Die Centrotherm Photovoltaics AG hat das eigene Umsatzziel im ersten Halbjahr 2014 mit 78,1 Millionen Euro erreicht. Der Konzernverlust wurde reduziert und die Liquidität verbessert. Trotzdem rechnet der Vorstand mit einem schwierigen zweiten Halbjahr.
Das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar verzeichnet im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatzrückgang von 82,4 Prozent auf 12,1 Millionen Euro. Vor allem Verzögerungen bei Auftragseingängen in den USA sind laut Unternehmen dafür verantwortlich. Das Konzernergebnis (EBIT) hat sich leicht verbessert, auf minus 3,3 Millionen Euro.
Der Bonner Photovoltaik-Konzern konnte den Absatz im ersten Halbjahr 2014 um 53 Prozent steigern. Der Umsatz stieg um 13 Prozent, davon wurden 81 Prozent im Ausland erzielt. Trotzdem bleibt der Umsatz aufgrund einer veränderten Nachfrage und sinkenden Preisen hinter den Erwartungen zurück.