Die Nachfrage wird bis 2050 weltweit von derzeit 76 auf 600 Megatonnen jährlich anwachsen. Die Entwicklung der Nachfrage wird nach der Marktanalyse maßgeblich davon abhängen, wie weit Klimaziele verschärft werden und in den kommenden Jahren die geeignete Infrastruktur aufgebaut wird.
Eine neue Studie der Stanford University und der Cornell University zeigt, dass blauer Wasserstoff mehr Treibhausgasemissionen verursachen kann als die durch Kohle und Gas erzeugte Wärme. Die Modellierung klassifiziert die Emissionen von blauem Wasserstoff als Kohlendioxid und unverbranntes flüchtiges Methan sowie als Lebenszyklusemissionen im Zusammenhang mit dem Abbau, dem Transport, der Speicherung und der Nutzung von Methan.
Für den Markthochlauf von grünem Wasserstoff sollen die EEG-Umlagezahlungen für dessen Erzeugung und Nutzung begrenzt werden – allerdings gilt dies auch für mit konventionellem Strom betriebenen Elektrolyseuren. Bis zum 30. September 2021 können Unternehmen aus dem Wirtschaftszweig der „Herstellung von Industriegasen“ beim BAFA einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage stellen.
Der Bus soll in den kommenden zwei Wochen komplett nur mit grünem Wasserstoff betankt werden, der mit Strom aus lokalen Photovoltaik-Anlagen erzeugt wird. Täglich werden rund 13 Kilogramm grüner Wasserstoff benötigt, womit der Bus mindestens 160 Kilometer im Nahverkehr zurücklegen kann.
Es ist der erste Förderbescheid, den das Bundeswirtschaftsministerium im Zuge der nationalen Wasserstoffstrategie übergeben hat. Mit dem Geld soll in Oberhausen ein 20-Megawatt-Elektrolyseur entstehen, der an die bestehende Wasserstoff-Pipeline von Air Liquide angeschlossen wird.
Die Bonner Behörde wird künftig einen jährlichen Plan-Ist-Kostenabgleich vornehmen. Zudem sind Ad-hoc-Bedarfsprüfungen für die einzelnen Vorhaben vorgesehen, was den Markthochlauf der Wasserstoff-Infrastrukturen beschleunigen soll.
Das Reallabor in der Lausitz soll die Entwicklung von Wasserstoff-Technologien voranbringen. Nun vereinbarten der Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe in Kooperation mit den Unternehmen Energiequelle GmbH und Enertrag sowie der Universität Rostock bis 2024 ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk am Industriestandort zu errichten. Es sollen ausschließlich erneuerbare Energien genutzt werden, weshalb Photovoltaik und Windkraft in der Region weiter ausgebaut werden müssen.
ZEAG wird den knapp neun Megawatt großen Solarpark in den kommenden Monaten errichten. Es ist eines der größten interkommunalen Hybrid-Kraftwerke in Baden-Württemberg. Zudem gibt es Planungen für die Erzeugung von grünem Wasserstoff in unmittelbarer Nähe.
Im nordrhein-westfälischen Arnsberg soll das Energiesystem der Zukunft entstehen. Kern der neu gestarteten Klimaschutz-Modellregion Sauerland ist eine elf Kilometer lange Erdgasleitung, die auf den Betrieb von Wasserstoff umgestellt und damit als Energiespeicher dienen soll, um Industrie, Mittelstand und den Mobilitätsbereich mit dem Stoff der Zukunft versorgen zu können. Allerdings wird es sich dabei zunächst um „türkisen“ Wasserstoff handeln. Die Projektpartnern schließen die Erzeugung von grünem Wasserstoff für die Zukunft nicht aus, machen sie aber von Fördergeldern abhängig.
Im gleichen Ort erfolgte erst kürzlich der Spatenstich für einen Elektrolyseur der Megawattklasse zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Nun wird ein Finanzierungskonzept erarbeitet, um auch noch ein Speicherkraftwerk mit 100 Megawatt Leistung, der von Fluence geliefert werden soll, zu errichten.