Interview mit Thomas Vogel, COO Tecnosun Solar Systems
Tracker in Deutschland: Wer Module der Sonne nachführt hat einen höheren Ertrag als mit fest installierten Modulen. In Deutschland ist der Vorteil zwar geringer als in südlichen Ländern. Trotzdem gibt es auch hierzulande Beispiele, wo Investoren solche Systeme bauen.
Das Berliner Photovoltaik-Unternehmen könnte gerettet werden. Nach einem Medienbericht liegen zwei konkrete Kaufangebote vor. Die Verhandlungen sollen in der kommenden Woche beginnen.
Schadensfälle: Der Hersteller kämpft immer noch mit den Folgen, die sich aus der Produktion fehlerhafter Module in den Jahren 2008 und 2009 ergeben haben. Bis zum Jahresende waren immer noch nicht alle betroffenen Anlagen getauscht. Die Gründe dafür sind mannigfaltig.
Integration: Übernahmen und Fusionen sind derzeit häufig in der Solarbranche. Nachdem die Unternehmen zusammengekommen sind, beginnt die tägliche Kleinarbeit. Synergien lassen sich nur erzielen, wenn sich die unterschiedlichen Akteure auch wirklich aufeinander einlassen.
Schuldenstand: Die Konsolidierung der Photovoltaikbranche hat begonnen. Die anstehende Berichtssaison wird Aufschluss über das Ausmaß der Finanzprobleme der einzelnen Firmen geben. Experten rechnen mit weiteren Insolvenzen.
Ranking: Der massive Verfall der Silizium- und Waferpreise setzt auch die größten Hersteller unter Druck. Um die Konsolidierungsphase zu überstehen, gibt es unterschiedliche Strategien. Die einen bauen ihre Produktionskapazitäten nur aus, wenn die Investition durch Langzeitverträge abgesichert ist. Andere erweitern ohne Rücksicht auf Verluste, um an die Spitze zu kommen.
Netzparität: Die Photovoltaikbranche durchläuft derzeit ein Jammertal. Dabei sieht es weltweit sehr gut aus. Verschiedene Arten von Netzparität sind in etlichen Ländern bereits erreicht. Die Photovoltaik ist auf dem freien Markt angekommen – und wird sich immer besser behaupten können.
Photovoltaik Global 30: Trotz negativer Schlagzeilen ist die Photovoltaikbranche optimistisch ins neue Jahr gestartet. Der Branchenindex legte knapp sechs Prozent zu.
Geschäftsklima: Die Stimmung der deutschen Solarhandwerker ist nahezu unverändert. Obwohl sich einige Indexwerte leicht verschlechterten, sind die Optimisten vielerorts weiter in der Mehrheit.