Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Meldungen der Woche, Interviews und Analysen.
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Der Verfehlung des von der Bundesregierung gesetzten Zubaukorridors bei Photovoltaik in 2014 hat nach Ansicht von Jörg Ebel, Head of Public Affairs bei IBC Solar, zwei Hauptursachen: Die Importbeschränkungen für Module in der EU bei gleichzeitig sinkenden Einspeisetarifen in Deutschland. Für eine Ankurbelung der Photovoltaik-Nachfrage muss es wieder eine wettbewerbliche Preisbildung geben, aber auch der Degressionsmechanismus im EEG muss dem tatsächlichen Zubau besser angepasst werden und die Eigenverbrauchsabgabe muss fallen, sagt Ebel im pv magazine-Interview.
Die Analyse der Photovoltaik-Zubauzahlen in Deutschland von EuPD Research weist vor allem auf einen starken Rückgang der Installation von gewerblichen Dachanlagen im Segment von 10 bis 40 Kilowatt hin. Bei der regionalen Verteilung der Photovoltaik-Anlagen büßt Bayern etwas von seiner Dominanz ein. Den Analysten zufolge hält der Negativtrend beim Zubau auch im ersten Quartal an.
Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg haben errechnet, dass die deutschen Stromverbraucher im Jahr 2013 insgesamt 11,2 Milliarden Euro gespart haben, weil erneuerbare Energien in einem so großen Umfang ins Netz eingespeist worden sind. Ohne die installierte Photovoltaik- und Windkraftleistung wären die Folgen des Reaktorunglücks von Fukushima deutlich teurer ausgefallen und der Strompreis noch deutlich höher.
Nach der amtlichen Veröffentlichung der Installationen neuer Photovoltaik-Anlagen im Dezember ist gewiss, dass die EEG-Reform den Zubau in Deutschland auf das Niveau des Jahres 2008 zurück katapultiert hat. Ein positiver Lichtblick: Für die derzeitigen Bedingungen lief der Dezember erstaunlich gut.
Interview: In Brüssel gab es in dieser Woche einen Runden Tisch zum Thema: Wissenschaftliche Unterstützung für die europäischen Photovoltaik-Hersteller. Dabei waren hochrangige Vertreter der EU sowie aus der Photovoltaik-Industrie und Wissenschaft. Die Politik sendete Signale, dass sie der schwächelnden Solarindustrie unter die Arme greifen will, sagt Ruggero Schleicher-Tappeser im Interview mit pv magazine. Er ist der Koordinator der Intiative „xGWp European Gigawatt Fab“.
Während der sozialdemokratische Sprecher der AG Wirtschaft und Energie betont, dass Ausschreibungen erst noch unter Beweis stellen müssen, dass sie besser für Kosteneffizienz und Akteursvielfalt, ist für die Wirtschaftspolitiker der Union klar, dass ab 2017 Photovoltaik, Windjraft und Biomasse nur noch über Ausschreibungen gefördert werden.
Diese etwas zynische Wortwahl der Bundeskanzlerin war wie ein Schlag in die Magengrube der Solarbranche. Auf dem BEE-Neujahrsempfang sagte Merkel immerhin, dass sie die Skepsis gegen die Kapazitätsmärkte teilt. Insgesamt gab sie aber wenig eindeutige Positionen zu erkennen. Die Rede der studierten Physikerin wirkte insgesamt eher fahrig und an diesem Abend hatte sie es auch nicht so mit den Maßeinheiten.
Die Analysten geben einen Ausblick auf die kommenden Monate. Für 2015 erwartet IHS ein weltweites Anwachsen der Photovoltaik-Nachfrage um 25 Prozent. Die globale Solarindustrie sollte sich zudem weiter erholen und vom Aufschwung profitieren können.
Im Dezember hat sich das Plus auf dem EEG-Konto der Übertragungsnetzbetreiber nochmals um knapp 800 Millionen Euro erhöht. Zum Jahresende erreichte der Kontostand 2,8 Milliarden Euro. Die Prognose der Bundesregierung, dass der Überschuss im Jahresverlauf sukzessive abschmilzt, trat damit nicht ein.
Die erneuerbaren Energien sind 2014 zur wichtigsten Stromquelle aufgestiegen. Die Strompreise für Privathaushalte und Industriekunden werden weiter sinken. Auch bei Agora Energiewende sieht man damit eine Trendwende erreicht.