Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Meldungen der Woche, Interviews und Analysen.
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Im Photovoltaik-Handelsstreit zwischen Europa und China wird EU Prosun im Herbst eine Auslaufüberprüfung des derzeit geltenden Undertakings, in dem unter anderem Mindestimportpreise für chinesische Photovoltaik-Hersteller festgeschrieben sind, beantragen. Warum diese Regelung auch nach dem 6. Dezember weiter Bestand haben muss und eigentlich gerade erst ihre Wirksamkeit für die europäische Solarindustrie entfaltet, erklärt Milan Nitzschke im pv magazine-Interview. Er ist EU Prosun-Präsident, Konzernsprecher von Solarworld sowie Sprecher von AEGIS Europe, einer Vereinigung von Industrieverbänden die für den Produktionsstandort Europa kämpft. Für die Forderungen nach einem Auslaufen der Anti-Dumpingmaßnahmen für die chinesischen Photovoltaik-Hersteller hat er kein Verständnis. Ein nachhaltiger Markt in Europa könne nur mit fairen Wettbewerbsregeln aufgebaut werden.
Bislang war das Fürstentum in den Alpen eher als Steueroase bekannt. Nun ist Liechtenstein Photovoltaik-Weltmeister 2015. Pro Kopf ist mehr Photovoltaik-Leistung installiert als in Deutschland.
Interview: Auf dem BDEW-Kongress in der vergangenen Woche hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seinen Alternativvorschlag zu einer Klimaabgabe für alte Braunkohlekraftwerke vorgelegt: Diesen hat er gemeinsam mit der Industriegewerkschaft IG BCE erarbeitet und er könnte Stromkunden oder Steuerzahler deutlich teurer zu stehen kommen. Unter Klimaschutzaspekten ist es aber immer noch besser, wenn alte Braunkohlekraftwerke aus dem Markt gekauft werden, als das alles nichts geschieht, sagt Carsten Pfeiffer, Leiter Strategie und Politik, beim Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) im pv magazine-Interview.
Die Kanzlei Rödl & Partner hat von der Bafin in einem Pilotverfahren grünes Licht für Photovoltaik-Pachtmodelle von verschiedenen Stadtwerken bekommen. Die Berliner Rechtsanwältin Margarete von Oppen betont, dass die Prüfung durch die Finanzaufsichtsbehörde niemand abschrecken sollte, der Photovoltaik-Pachtmodelle realisieren will. Wenn bestimmte Vorgaben eingehalten werden, können Anbieter relativ sicher sein, dass es sich bei ihren Pachtmodellen nicht um ein Finanzierungsleasing handelt.
Die Diskussionen über einen erneuerten, gestärkten Dachverband, der die Interessen technologie- und spartenübergreifend vertritt, gab es seit Monaten. Nun sind die Weichen für einen gestärkten Bundesverband Erneuerbare Energie gestellt.
Europa ist auf Kurs, dass Ziel von 20 Prozent erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis 2020 zu erreichen. Die große Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten kommt nach dem nun vorgelegten Fortschrittsbericht gut voran.
In einer Leitsatzentscheidung hat der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe zugunsten des Hamburger Ökostromanbieters entschieden. Damit ist nun der Weg frei für kostengünstige Stromzähler, was den Einsatz von etwa kleinen Blockheizkraftwerken und Photovoltaik-Speichern rentabler machen wird.
Ergebnisse aus dem Monitoring-Programm Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen zeigen, welche Firmen viele Systeme verkaufen, was die Kunden motiviert und wie sich die Preise entwickeln. Für die Zukunft sind viele weitere interessante Ergebnisse zu erwarten.
Der europäische Photovoltaik-Markt ist stark rückläufig und viele Arbeitsplätze sind in der Solarindustrie verschwunden. Dies liegt nach Ansicht von Ewald Schindlbeck, Präsident von Wacker Polysilicon, hauptsächlich an der derzeit geltenden Mindestpreisregelung oder den Ausgleichszöllen für chinesische Photovoltaik-Importe.
Solarworld reichte zuvor die entsprechende Beschwerde in Brüssel ein. Mit dem Verfahren soll geprüft werden, ob chinesische Photovoltaik-Hersteller die geltenden Importbedingungen umgehen, in dem sie ihre Waren über Taiwan und Malaysia einführten. Hersteller, die in diesen beiden Ländern eine Produktionsstätte betreiben, können sich bis Anfang Juli von den Zollmaßnahmen befreien lassen.