Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Meldungen der Woche, Interviews und Analysen.
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In Deutschland ist ein neuer Markt für Momentanreserve gestartet. Erstmals können auch umrichterbasierte Anlagen und Batteriespeicher an der marktgestützten Beschaffung dieser Systemdienstleistung teilnehmen. Das neue Marktdesign eröffnet zusätzliche Erlöspotenziale – wirft aber zugleich Fragen zur tatsächlichen Wirtschaftlichkeit und zu regulatorischen Risiken auf.
Zusammen mit dem 6,3-Megawatt-Solarpark hat die Jochen Schweizer Arena zwei Batteriespeicher installiert – einen für die Versorgung der Event-Location, einen für Stromhandel und Netzdienstleistungen. Die Photovoltaik-Anlage kann rechnerisch das 2,5-fache des Strombedarfs der Arena decken.
Green Planet Energy, EWS Schönau, Naturstrom und die österreichische Oekostrom AG sind zu je einem Viertel an dem neuen Direktvermarkter namens Handelgrün beteiligt. Das Unternehmen soll perspektivisch auch Photovoltaik-Kleinanlagen und haushaltsnahe Flexibilitäten wie Batteriespeicher vermarkten.
Neon Neue Energieökonomik und Consentec haben Großspeicher unter dem Aspekt der Systemdienlichkeit untersucht. Sie warnen in ihrer Studie davor, dass regulatorische Eingriffe mit dem Ziel einer stärkeren Netzdienlichkeit den positiven Effekt der Speicher auf das gesamte Stromsystem zunichtemachen können.
Im letzten Jahr wurden 315 Gigawattstunden Speicherkapazität neu installiert. Iola Hughes, Forschungsleiterin bei Benchmark Mineral Intelligence, prognostiziert gegenüber ESS News für 2026 einen Zuwachs von über 450 Gigawattstunden. Erkennbare Einschränkungen bei der Materialversorgung soll es nicht geben. Unterdessen sind die ersten Auswirkungen der steigenden Lithiumpreise auf Zellebene sichtbar. Sie wirken sich aber noch nicht voll auf die Systempreise aus.
Der Möbelkonzern arbeitet bei dem dynamischen Stromtarif mit Svea Solar zusammen. Ikea hat bereits Photovoltaik-Anlagen, Speichern, Wallboxen und Wärmepumpen im Sortiment. Der Stromtarif ist aber auch ohne eine dieser Anlagen buchbar.
Nutzer können über den frei zugänglichen Atlas der Smart-Meter-Initiative einsehen, welche Rollout-Quote die jeweils verantwortlichen Messstellenbetreiber erzielt haben. Die zehn größten Unternehmen kommen beim Pflichtrollout auf Quoten zwischen 20 und 38 Prozent.
Die Europäische Kommission überarbeitet derzeit ihr Cybersicherheitsgesetz. Bei der Vorstellung der Vorschläge im Europäischen Parlament sagte die Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, Henna Virkkunen, dass Abhängigkeiten von einer sehr begrenzten Zahl von Solarwechselrichter-Herstellern ein „erhebliches Sicherheitsrisiko“ darstellen könnten.
China verschärft die Aufsicht über den Batteriespeichermarkt. So fordern Regulierungsbehörden 16 führende Hersteller auf, den irrationalen Wettbewerb einzustellen.
Bis 2030 könnten 8,7 Gigawatt Elektrolyseleistung realisiert werden, zeigt eine EWI-Auswertung. Für einen Teil der angekündigten Vorhaben fehlt allerdings noch die finale Finanzierungszusage.